Neue Sparkassen-Filiale auf dem Alexanderplatz mit Wohlfühlkonzept

Lokale Nachrichten auf der Kiezwand im Eingangsbereich an der Dircksenstraße. (Foto: Dirk Jericho)
 
Alexander Greven von der Sparkasse im Alexanderhaus am neuen Tablet-Tisch für die Kunden. (Foto: Dirk Jericho)
Berlin: Alexanderhaus |

Die Berliner Sparkasse hat in ihrem Stammhaus am Alexanderplatz nach komplettem Umbau ihre neue Filiale eröffnet. Sie soll mehr sein als nur ein Ort für Geldgeschäfte.

Schon am Eingang flimmern aktuelle Kiez-Meldungen aus dem Bezirk über die Monitore, drinnen begrüßt den Besucher eine Hostess und hilft weiter. Im Empfangsbereich kann man am Empfangsterminal auswählen, ob man einen Mitarbeiter sprechen, ein Konto eröffnen oder was auch immer erledigen will. Der Automat spuckt hier keine Wartenummer, sondern ein Wartesymbol aus. Wenn man dran ist, erscheint das entsprechende Bild auf dem Monitor. Viele Symbole auf den Wartezetteln des „elektronischen Kundenleitsystems“ sind Berlinmotive: Bär, Mauer, Rotes Rathaus, Funkturm oder Leierkasten zum Beispiel.

Die Kunden sollen sich nicht wie auf dem Bürgeramt fühlen. Die Sparkasse will eine Wohnzimmeratmosphäre verbreiten – mit gemütlichen Sitznischen und schicken Möbeln. An einem großen Holztisch kann der Kunde mit Tablets im Internet surfen, um sich die Zeit zu vertreiben. Herzstück im Empfangsbereich ist die sogenannte Kiez-wand. Auf großen Monitoren gibt es Aktuelles aus dem Bezirk Mitte. Die Sparkasse arbeitet dazu mit Berlins größter Lokalzeitung Berliner Woche zusammen, die für die Rubrik „Kiez&Knapp“ die Meldungen aus dem Bezirk liefert. In den Holzregalen können sich zukünftig lokale Initiativen, Vereine, Künstler oder Gewerbetreibende aus der Nachbarschaft präsentieren. Die Filiale soll so zum Treffpunkt im Kiez werden. „Wir freuen uns auf Anfragen. Mit der Kiezwand wollen wir unsere Verwurzelung im Kiez um Ausdruck bringen“, sagt Olaf Schulz, Leiter des Privatkundengeschäfts der Berliner Sparkasse.

Die Berliner Sparkasse hat ihren Hauptsitz seit mehr als 80 Jahren im Alexanderhaus. Der denkmalgeschützte Achtgeschosser von Architekt Peter Behrens wurde 1932, wie auch das benachbarte Berolina-haus, eröffnet. Die Sparkasse hat in den kompletten Umbau drei Millionen Euro investiert. Die bisherige Filiale wurde in den Westflügel verlegt. Die Zugänge befinden sich jetzt an der Grunerstraße, der Dircksenstraße und der Weltzeituhr.

Die Räumen auf der Ostseite werden derzeit umgebaut. Bis Jahresende sollen alle Flächen im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss, die nicht von der Berliner Sparkasse belegt sind, modernisiert und an Läden und Gastronomie vermietet werden. Das komplette Untergeschoss, in dem es früher schon ein Restaurant gab, soll Geschäfts- und Gastrobereich werden. Insgesamt stehen voraussichtlich zehn bis 15 Flächen für Gewerbe zur Verfügung. „Als zentraler Anrainer erhofft sich die Berliner Sparkasse davon eine Aufwertung des Alexanderplatzes“, so Schulz.

In der neuen Alex-Filiale stehen auf mehr als 1200 Quadratmetern und drei Ebenen 50 Mitarbeiter montags bis freitags von 9.30 bis 18 Uhr zur Verfügung. Insgesamt arbeiten im Alexanderhaus rund 650 Sparkassen-Angestellte. Das neue Kiez-Filialkonzept mit lokalen Nachrichten gibt es auch schon in der Filiale in der Karl-Marx-Straße 91in Neukölln. Die Sparkasse will das Konzept auf weitere große Standorte ausweiten.
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