Ins Rathaus Tiergarten zieht ein zusätzliches Bürgeramt mit 20 Mitarbeitern ein

Vielleicht gehören lange Schlangen vor den Bürgerämtern wie hier im Rathaus Tiergarten bald der Vergangenheit an. (Foto: KEN)
Berlin: Rathaus Tiergarten |

Moabit. Das Bürgeramt im Rathaus Tiergarten erhält eine zusätzliche Meldestelle für neu ankommende Flüchtlinge.

Der Senat hat sich auf 50 zusätzliche Stellen geeinigt. Allein 20 sind für ein Extra-Bürgeramt in Moabit vorgesehen. Im Bürgeramt Charlottenburg-Wilmersdorf soll es künftig laut Innensenator Frank Henkel (CDU) einen Expressschalter für neue Ausweise und Ummeldungen geben.

Zuletzt hatte es immer wieder Kritik wegen langer Wartezeiten auf Termine bei den Ämtern gegeben. Mit dem Zustrom von Flüchtlingen in die Stadt wächst der Druck auf die Bürgerämter. Nun sucht Berlin 50 neue Mitarbeiter. Bürgermeister Christian Hanke (SPD) erwartet eine Entspannung für Berlin. Es müsse endlich besser werden mit den langen Schlangen in den Bürgerämtern. Es sei keinem Bürger vermittelbar, warum er für eine vom Steuerzahler finanzierte Leistung wie die Ausstellung eines Personalausweises Wochen auf einen Termin warten müsse, sagt Christian Hanke.

Mittes Bürgermeister ist zufrieden, dass das neue Bürgeramt in Moabit angesiedelt wird. „Die Flüchtlinge kennen Moabit.“ Die zusätzliche Meldestelle sei nur 300 Meter vom LAGeSo entfernt. Auch der zuständige Stadtrat Stephan von Dassel (B’90/Grüne) sei mit dieser Lösung einverstanden, so Hanke.

Hanke wünscht sich dennoch mehr und bloß kein „Flüchtlingsbürgeramt“. Ein „Kompetenzzentrum Bürgerdienste für Geflüchtete“ soll es sein, das auf bekannte funktionierende Verwaltungsstrukturen aufbaut. Es könnten Personen aus dem Bundesfreiwilligendienst sowie bezirkliche Integrationslotsen und die Ehrenamtskoordination angegliedert werden. Wenn Ressourcen frei sind, sollen alle Bürger, die in Moabit wohnen, davon profitieren.

An die neuen Mitarbeiter stellt Bürgermeister Christian Hanke besondere Erwartungen. Sie sollten Englisch oder Arabisch sprechen und über interkulturelle Kompetenz verfügen. Der Bürgermeister verhehlt nicht, dass die Rekrutierung schwierig sei. „Wir haben Konkurrenz von Brandenburg und den Bundesdienststellen sowie vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.“ Die Bewerbungsfrist läuft am 26. Februar ab. Zum 1. Mai sollen sie besetzt sein. KEN
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.