Bezirk fordert sicheren Schulweg zur Miriam-Makeba-Grundschule

Moabit. Seit mehr als zwei Jahren setzt sich die Bezirksverordnetenversammlung für einen sichereren Schulweg zur Miriam-Makeba-Grundschule ein – bisher ohne Erfolg.

Der entsprechende Beschluss stammt aus dem Herbst 2013 und richtete sich via Bezirksamt an die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die Verkehrslenkung Berlin (VLB). Es geht um zwei Fußgängerüberwege oder Zebrastreifen in der Beusselstraße auf Höhe der Zwingli- und der Erasmusstraße. Die Initiative „Engagement Berlin Moabit“ und die Stadtteilvertretung Turmstraße befürworteten ebenfalls diese Pläne.

Im Januar 2014 konnten Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD) und Stadtentwicklungsstadtrat Carsten Spallek (CDU) der Öffentlichkeit bekannt geben, dass die zuständigen Stellen für das Bund-Länder-Programm „Aktive Zentren“ (AZ) das Vorhaben eines sicheren Schulweges in Moabit „weiterhin positiv einschätzen“.

Jetzt haben Mittes Rathaus-Chef und der Bezirksstadtrat erklärt, warum es bisher noch nicht zu einer konkreten Planung und zur Beantragung der dafür notwendigen Mittel im AZ-Programm gekommen ist.

Für die Beusselstraße, im Amtsdeutsch eine übergeordnete Hauptverkehrsstraße, strebt die Senatsverwaltung eine umfassende Maßnahme an. Im Mittelpunkt stehen eine Verringerung des Verkehrslärms und neue Radwege. Dazu gibt es bereits zwei Untersuchungen. Daneben geht es auch um mehr Verkehrssicherheit und mehr „Aufenthaltsqualität“ in der Straße.

Konkret planen will der Senat aber erst, wenn feststeht, wie sich der Verkehr in der Beusselstraße nach der Schließung des Flughafens Tegel entwickelt. Die Beusselstraße ist ein wichtiger Zubringer für den Flughafen. „Einzelne Maßnahmen isoliert vorzuziehen, ist insofern nicht möglich, als dass sich diese in eine Gesamtplanung einfügen müssten“, so Hanke und Spallek.

Tegel soll 2017 geschlossen werden, wenn denn nicht eine Bürgerinitiative Erfolg hat. Der Verein „Pro Tegel“ brachte laut Inforadio im Dezember gemeinsam mit der FDP das Volksbegehren „Berlin braucht Tegel“ auf den Weg. Für einen bindenden Volksentscheid sind 20 000 Unterschriften notwendig. So werden also Moabits Schulkinder bis auf weiteres einen gefährlichen Schulweg haben. KEN
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