Dritter Pflegestützpunkt eröffnet

Renate Georg informiert im neuen Pflegestützpunkt in der Woldegker Straße 5. (Foto: Wrobel)
Berlin: Pflegestützpunkt Hohenschönhausen |

Neu-Hohenschönhausen. Der dritte Pflegestützpunkt in Lichtenberg ist eröffnet. In der Woldegker Straße 5 können sich Betroffene beraten lassen.

"Die Berliner werden immer älter. Damit wächst das Risiko, pflegebedürftig zu werden", sagt Dirk Gerstle (CDU), Staatssekretär für Soziales. Immer wichtiger werde es deshalb zu wissen, was bei Pflegebedürftigkeit zu beachten ist und welche Möglichkeiten zur Unterstützung existieren.

In den Pflegestützpunkten gibt es Beratung – unabhängig und kostenlos. "Mit der neuen Einrichtung in und für Hohenschönhausen wird nun eine Lücke gefüllt", so Sozialstadträtin Kerstin Beurich (SPD). Zu finden ist die Anlaufstelle im Seniorenheim "Helmut-Böttcher-Haus" in der Woldegker Straße 5.

Die Pflegeberaterin Renate Georg will den Ratsuchenden zur Seite stehen. In einem Gespräch klärt sie erst einmal ab, ob bei einer Pflege daheim Hilfsmittel benötigt werden, wie die Pflege zu finanzieren ist und ob auch zusätzliche Pflegeleistungen gebraucht werden. "Eine meiner ersten Fragen ist, an welcher Stelle Unterstützung erwünscht ist", sagt Georg.

"Jede Situation ist besonders", weiß die ausgebildete Krankenschwester. Oft sind Angehörige von der Pflege erschöpft, zu der körperlichen und zeitlichen Belastung kommt die psychische. "Die meisten müssen die Pflege mit dem Beruf vereinbaren, das ist alles andere als einfach", sagt die 59-Jährige. Viele Betroffenen fühlten sich auch von den Behördengängen überfordert. "Manchmal wird eine Pflegestufe abgelehnt. Dann ist der Frust groß." Dabei gibt es Lösungen. Dass auch das Sozialamt Hilfen zur Pflege leisten kann, wissen zum Beispiel die wenigsten.

Die Beraterin kennt den Alltag: "Gerade bei der Pflege von Demenzkranken ist die Belastung in der Nacht am größten. Also dann, wenn man Kraft tanken müsste für den beruflichen Alltag." Die Nachtpflege müsste deshalb ausgebaut werden, fordert Renate Georg. "Hier fehlt es noch flächendeckend an Angeboten. Teilstationäre Einrichtungen könnten gerade bei Demenz viele pflegende Angehörige entlasten."

Bisher gibt es in Berlin 30 Pflegestützpunkte, drei davon in Lichtenberg. Die Einrichtung in der Woldegker Straße 5 hat folgende Sprechzeiten: dienstags zwischen 9 und 15 Uhr, donnerstags zwischen 12 und 18 Uhr und nach Vereinbarung. Weitere Informationen gibt es unter  23 98 02 08.

Der Pflegestützpunkt in der Einbecker Straße 85 ist unter  98 31 76 30 erreichbar, und die Mitarbeiter in der Rummelsburger Straße 13 informieren unter  259 35 79 55. KW

Allgemeine Informationen können unter www.pflegestuetzpunkteberlin.de abgerufen werden.
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