Neobarocke Parkanlage war einmal eine Kiesgrube

Blick von der Kaskadenanlage auf die Orangerie
Berlin: Körnerpark | Archäologische Berühmtheit im ehemaligen Rixdorf

Im ehemaligen Berliner Rixdorf, dem heutigen Bezirk Neukölln, hatte Franz Wilhelm Theodor Körner eine Kiesgrube, die er nach seinem Tode 1911 der Stadt mit der Auflage hinterließ, einen Park anzulegen der seinen Namen trägt.

So entstand auf dem über 2 Hektar großen Gelände zwischen 1912 und 1916 der Körnerpark, der auch noch archäologische Berühmtheit erlangte. Bei den Bauarbeiten wurde das „Reitergrab von Neukölln“ aus dem 6. Jahrhundert gefunden. Es ist ein Grab aus der Zeit der Völkerwanderung.

Die neobarocke Parkanlage zwischen Jonasstraße, Schierker Straße und Wittmannsdorfer Straße wurde 2004 saniert und ist heute ein Gartendenkmal und ein beliebter Freizeitpark.

Die Aufteilung des Parks ist streng gegliedert und um 5 bis 8 Meter tiefer gelegen als die umliegenden Wohnstraßen. Die Nord- und Südseite der Parkanlage wird durch Arkadenwände begrenzt. Auf der Westseite steht die Orangerie, auf der Ostseite befindet sich die Kaskadenanlage mit einem Fontänenbecken. Ein bunter Blumengarten und Platanen machen den Körnerpark zu einer der schönsten Grünanlagen Berlins.

Wer im Sommer gern unter Palmen sitzt, sollte das Terrassencafe besuchen und sich anschließend in der Orangerie die Ausstellungen ansehen, die mehrmals wechseln. Beliebt sind aber auch die kostenlosen Konzerte aus der Reihe „Sommer im Park“. Mehr unter: www.körnerpark.de Text und Fotos: Klaus Tolkmitt
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