Müllproblem auf der Rehwiese

Unschön: mit Hundekotbeuteln verstopfter Abfallbehälter. Foto: privat (Foto: privat)
Berlin: Rehwiese |

Müll, vor allem Tüten mit Hundekot, landet immer wieder im Gebüsch statt in Abfallbehältern. Ein Problem, das die Anwohner rund um die Rehwiese ärgert. Der Unmut ist umso größer, wenn es kaum Abfallbehälter gibt oder sie nicht geleert werden.

An einer Sitzbank in der kleinen Grünanlage an der Ecke Kirch- und Jochen-Klepper-Weg war der vorhandene Müllbehälter tagelang mit Hundekotbeuteln verstopft, beschreibt Ulrich R. die Situation. „Auf der benachbarten Rehwiese sieht es ähnlich aus, dort werden große Plastiktüten an den Bänken angehängt.“ Auf der Grünfläche gibt es 25 Sitzbänke, aber nur drei Abfallbehälter.

Dass der Müllkorb am Kirchweg vor einiger Zeit überquoll, sei dem Mehraufwand im zuständigen Grünflächenamt durch die Herbststürme geschuldet, erläutert Umweltstadträtin Maren Schellenberg (B’90/Grüne). Normalerweise leerten die Mitarbeiter dort einmal pro Woche, das sei inzwischen auch wieder der Fall.

Komplizierter stellt sich die Situation auf der Rehwiese dar. Eigentümer der Grünfläche sind die Berliner Wasserbetriebe (BWB) wegen der dort existierenden Brunnengalerie. Der Weg um die Wiese gehört dem Bezirk. Dieser Weg ist als C-Straße eingestuft, was bedeutet, dass die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) außen vor sind und sich die beiden Anlieger kümmern müssen.

„Das Problem mit den Hundekottüten ist uns bekannt“, sagt Schellenberg. Wie es künftig gelöst werden soll, darüber verhandeln die Wasserbetriebe und der Bezirk. Vor Beginn der Frühjahrsaison soll eine Lösung gefunden sein.

„Die Rehwiese ist Trinkwassergewinnungsgebiet“, erklärt BWB-Sprecher Stephan Natz. „Deshalb wir sind wir bereit, dort die Aufstellung von Müllbehältern zu finanzieren.“

Werden sich die Beteiligten darüber einig, wer wann wo Müllkörbe aufstellt, könnten auch die BSR ins Boot geholt werden. Allerdings müsste dann zunächst der Fußweg in eine höhere Reinigungsklasse eingestuft werden, wie Sprecher Sebastian Harnisch erläutert.

Auch die Bezirksverordnetenversammlung diskutiert derzeit über Lösungen, wie das Müllproblem auf der Rehwiese in den Griff zu kriegen ist. Ein Antrag, weitere Abfallkörbe aufzustellen, wird derzeit in den Ausschüssen beraten.
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