Wo ist noch Platz? Ein Konzept zeigt die Potenziale für den Wohnungsbau im Bezirk auf

Pankow. Dass die Bevölkerung Pankows bis 2030 stetig wachsen wird, ist inzwischen allseits bekannt. Doch wo können überhaupt noch neuen Wohnungen entstehen?

Eine Antwort auf diese Frage soll das „Wohnbaukonzept für Pankow“ geben. An diesem arbeitet seit einigen Monaten die Machleidt GmbH im Auftrage des Bezirksamts. In diesem Konzept sollen möglichst alle Potenziale aufgezeigt werden, auch wenn sie in manchen Teilen des Bezirks noch so gering sind. Denn nur wenn die Bezirkspolitik weiß, wo sich mögliches Bauland befindet, kann sie rechtzeitig auch die notwendige Infrastruktur wie Schulen, Kitas oder Freizeiteinrichtungen planen.

Bisher gibt es solch ein Konzept noch nicht. Deshalb wird zurzeit in Pankow mehr reagiert, als agiert. Das wird vor allem an fehlenden Schul- und Kitaplätzen deutlich. „Pankow hat so viele Wohnungsbaupotenziale, dass man fast den Überblick verliert“, fast Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) zusammen. Deshalb sei ein solches Konzept dringend nötig.

Nicht zwingend

Das Konzept zeigt zwar Potenziale auf, diese müssen aber nicht zwingend genutzt werden. Denn die Pankower Verordneten wünschen sich nicht überall Wohnungsbau, wo er theoretisch möglich wäre. Nimmt mal alle Flächen zusammen, also auch kleine Grundstücke wie zum Beispiel für Lückenbauten oder Dachausbauten, sehen die Gutachter noch ein Gesamtpotential von über 39.000 neuen Wohnungen in Pankow. Doch zu einem Teil der möglichen Bauflächen gibt es einen Dissens zwischen Bezirk und Senat. Der Bezirk möchte diese Flächen unbebaut lassen.

Größtes Potenzial in den Pankower Randgebieten

Die größten Bauflächen im Bezirk gibt es in den Randgebieten des Bezirks. In Französisch Buchholz, Buch und Blankenburg könnten Tausende Wohnungen entstehen. Diese machen etwa 71 Prozent der Gesamtfläche, auf der Wohnungsbau mögliche wäre, aus.

Noch im Mai soll das „Wohnbaukonzept für Pankow“ dem Bezirksamt in seiner Endfassung vorliegen. Zur BVV-Sitzung im Juni solle es dann den Verordneten zur Kenntnis gegeben werden, sagt Kirchner. „Danach hängt es von der politischen Willensbildung ab, was tatsächlich an Vorhaben umgesetzt wird.“ BW
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