Vor 100 Jahren starb Wilhelm Kuhr

Pankow. Am 23. Dezember jährte sich zum 100. Mal der Todestag des ehemaligen Pankower Bürgermeisters Wilhelm Kuhr. Die Wilhelm-Kuhr-Straße am Bürgerpark erinnert an den bedeutenden Kommunalpolitiker.

Die Pankower Stadtchronik bezeichnete ihn als "Vater der Gemeinde". Wilhelm Kuhr war von 1906 bis 1914 Bürgermeister der aufstrebenden, 30.000 Einwohner zählenden Landgemeinde Pankow, die damals zum preußischen Kreis Niederbarnim zählte. Durch Kuhrs Engagement wurden in seiner Amtszeit ein Krankenhaus, ein Realgymnasium, ein Wasserwerk sowie ein größerer Schulkomplex gebaut. Zudem ließ er alle wichtigen Straßen neu pflastern und erwirkte den Ankauf eines privaten Gartengeländes durch die Gemeinde Pankow, das er nach und nach zum Bürgerpark entwickeln ließ.

"Seine offene, bürgernahe Art und sein soziales Engagement haben dazu geführt, dass schon ein Jahr nach seinem Tod eine Straße am Bürgerpark nach ihm benannt wurde. Die Pankower profitieren bis heute von den vorausschauenden Entscheidungen Wilhelm Kuhrs", würdigt Pankows Bürgermeister Matthias Köhne (SPD) seinen Amtsvorgänger.

Das größte Interesse Kuhrs, dessen Karriere als Bürgermeister von Burg bei Magdeburg begann, galt dem Schulwesen und der Erziehung. Er hatte maßgeblichen Anteil am Ausbau des Volksschulwesens, an der Gründung eines Oberlyzeums, einer Hilfsschule für minderbegabte Kinder sowie an der Einführung von augenärztlichen und zahnärztlichen Untersuchungen bei Volksschulkindern in Pankow. Wilhelm Kuhr fiel am 23. Dezember 1914 während des Ersten Weltkriegs bei Lodz.


Michael Kahle / m.k.
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