Das Pankower Bezirksamt will noch in diesem Monat sein Wohnbaukonzept vorstellen

Pankow. Der Bezirk wächst in den nächsten Jahren rasant. Davon gehen die Prognosen des Senats aus. Doch wo werden die neu nach Pankow Ziehenden wohnen?

Die Prognosen des Senats gehen davon aus, dass im Jahre 2030 etwa 60.000 Menschen mehr im Bezirk leben. Dass diese Schätzung fundiert ist, machen Antworten von Stadtentwicklungsstaatssekretär Engelbert Lütke Daldrup (SPD) auf Anfragen zu Wohnungsbaupotenzialflächen im Bezirk Pankow deutlich. Bei diesen Flächen handelt es sich um größere zusammenhängende Gebiete im Bezirk, auf denen Neubausiedlungen entstehen können. Ein Großteil der vom Senat ins Auge gefassten Flächen sind landeseigene Grundstücke. Aber auch das riesige Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Pankow, das dem Investor Kurt Krieger gehört, zählt dazu. Auf dieser Fläche ist der Bau von 1000 Wohnungen geplant.

Recht konkrete Überlegungen gibt es für zwei weitere Areale: für die Elisabethaue (5000 Wohnungen) und an der Michelangelostraße (1500 Wohnungen). Auf beiden könnte noch in diesem Jahrzehnt Baubeginn sein. Konkretere Vorstellungen gibt es auch für die landeseigenen Flächen am Blankenburger Pflasterweg. Die Grundstücke der einstigen Polizeischule sowie der FHTW werden vom Berliner Immobilienmanagement (BIM) verwaltet. Geplant sei dort, alte Gebäude abzureißen und ein urbanes Quartier zu errichten, berichtet Lütke Daldrup. Laut einer Machbarkeitsstudie der BIM könnten in einer ersten Phase 2500 Wohnungen entstehen.

Auch für die Fläche zwischen der Straße Am Sandhaus und der Hobrechtsfelder Chaussee in Buch gibt es Ideen. Bis zu 1000 Wohnungen wären dort zu bauen. An einem zweiten Neubaustandort in Buch, zwischen Ernst-Busch-Straße, Panke und Wolfgang-Heinz-Straße, könnten weitere 1000 Wohnungen gebaut werden.

Wo außerdem und was tatsächlich gebaut wird, umreißt das Bezirksamt derzeit in einem eigenen Wohnbaukonzept. In diesem werden die Wohnungsbaupotenzialflächen für allen Bezirksregierungen erhoben. Die vorläufige Endfassung wird in diesem Monat den Bezirksverordneten vorgestellt und diskutiert. BW
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