Mobilitätsdienst gesichert: Senat stockt Mittel für Berlin um 1,5 Millionen Euro auf

Pankow. Der Mobilitätshilfedienst im Bezirk kann seine engagierte Arbeit fortsetzen. Der Senat stellt dafür entsprechende Mittel zur Verfügung.

Der Pankower Dienst hatte wie alle anderen in Berlin auch große Personalprobleme. Mehr als 20 Jahre konnte er auf Mitarbeiter bauen, deren Beschäftigung öffentlich gefördert wurde. Mit dem Wegfall von Förderungen standen ihm im vergangenen Jahr deutlich weniger Begleitpersonen zur Verfügung. Dabei leisten die bezirklichen Mobilitätshilfedienste eine wichtige Aufgabe. Sie böten Menschen Begleitung an, die in ihrer Bewegung eingeschränkt seien, sagt Thomas Bohla, der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion. Die Begleitperson ermöglicht diesen Menschen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Sie unterstützt sie beim Wahrnehmen von Terminen aller Art.

Termine stark ausgedünnt

Vor allem durch das Ende des Bundesförderprogramms Bürgerarbeit sei die Finanzierung von Begleitpersonen allerdings stark gefährdet gewesen, so Bohla. Der Wegfall dieser Begleiter konnte mit ehrenamtlichen Helfern nicht kompensiert werden. Das führt dazu, dass in Pankow zum Beispiel die Begleittermine stark ausgedünnt werden mussten.

Deshalb beschloss die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im vergangenen Sommer, dass sich das Bezirksamt beim Senat für eine Lösung starkmachen soll. Dieses Engagement zeige Wirkung, kann Bohla nun berichten. Der entsprechende Titel im Berliner Landeshaushalt für 2016 ist um 1,5 Millionen Euro aufgestockt worden. Zusätzlich sei mit der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Agentur für Arbeit und den Jobcentern vereinbart worden, Teilnehmer aus Beschäftigungsmaßnahmen wieder für die Mobilitätshilfedienste einzusetzen, so Bohla. Damit ist auch der Fortbestand des Pankower Mobilitätshilfedienstes gesichert. BW

Weitere Informationen zu den Berliner Mobilitätshilfediensten gibt es auf www.berliner-mobilitaetshilfedienste.de.
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