Leitsystem wird ausgetauscht: Die bisherigen Stelen werden nur noch bis Ende 2018 stehen

Pankow. Das touristische Wegeleitsystem in Pankow wird Ende 2018 aus dem Stadtbild verschwinden.

Es wird durch ein für Berlin einheitliches System ersetzt. Das teilt Jens-Holger Kirchner (B’90/Grüne), Staatssekretär in der Senatsverkehrsverwaltung, auf Anfrage mit. Seit geraumer Zeit fehlten an den bisherigen Stelen Poster mit Stadtplänen und Informationen zu historischen Orten, berichten Leser der Berliner Woche. Weiterhin sind einige mit Farbe beschmiert. Sie machen einen verwahrlosten Eindruck. Dabei waren sie einmal eine besondere Pankower Errungenschaft. Auf Grundlage einer Vereinbarung, die die Firma Wall AG mit dem Land abschloss, entschied sich Pankow 2005, ein eigenes Wegeleitsystem mit insgesamt 28 Stelen zu installieren.

Der Bezirk wurde bei Touristen immer beliebter. Mittels Stadtplänen und Informationen sollten sie so mehr über Sehenswürdigkeiten erfahren. Damit das System installiert werden konnte, schloss der Bezirk mit Wall einen Vertrag ab. Als Gegenleistung erhielt das Unternehmen die Genehmigung, drei Großwerbetafeln aufzustellen. Vereinbart wurde, dass sich Wall um die Wartung der Stelen kümmert.

Jahrelang klappte das mit der Wartung gut. Doch inzwischen scheint sich niemand mehr um die Stelen zu kümmern. Und wie Kirchner auf Anfrage mitteilt, gibt es für die Stelen auch keine Zukunft. Der Rahmenvertrag mit der Wall AG und damit auch der Bezirksvertrag wurden zum 31. Dezember 2018 gekündigt. Bis dahin müssen alle Stelen abgebaut werden.

Berlin plant, ein eigenes Wegeleitsystem aufzubauen – und zwar in allen Bezirken. Dafür sei bereits ein Gestaltungswettbewerb initiiert worden, so Kirchner. Die Installation soll spätestens 2019 erfolgen. Doch bis Ende 2018 hat sich die Wall AG weiterhin um das Wegeleitsystem in Pankow zu kümmern. Vertraglich vereinbart ist, dass die Wall AG die „Elemente des Wegeleitsystems auf eigene Kosten regelmäßig und fachgerecht reinigt“, so Kirchner.

Der Staatssekretär räumt ein, dass es seit Mai Unklarheiten bei Wall gab, wer die Kosten für den Druck neuer Poster für die Stelen zu tragen hat. Inzwischen habe seine Senatsverwaltung mitgeteilt, dass die Kosten laut Rahmenvereinbarung von der Firma Wall zu tragen sind. BW
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