Drei Autorinnen schrieben den zweiten Teil der Krimireihe

Die Autorin Doris Bewernitz mit dem ersten Buch der Krimi-Reihe. In dieser Woche kommt der zweite Teil heraus. (Foto: BW)

Prenzlauer Berg. "Die Schlange von Shenzhen" heißt der neue Kriminalroman, den ein Autorentrio um Doris Bewernitz geschrieben hat. Erneut begibt sich die Ermittlerin Verena Mayer-Galotti auf die Spur eines mysteriösen Verbrechens.

Dieses Mal geht es um einen Toten, der am Westhafen gefunden wurde. Der gibt Rätsel auf. Die Rechtsmediziner finden keine Todesursache. So steht die Frage im Raum: War es überhaupt ein Mord? Als dann ihr wichtigster Zeuge verschwindet, gerät die Ermittlerin selbst in Gefahr. "Ihr zweiter Fall führt die Kommissarin in das Berliner Obdachlosenmilieu und auf die Spur skrupelloser Geschäftsleute bis nach China", so Doris Bewernitz. Ebenso atemberaubend wie erschreckend zeichnet dieser neue Krimi ein Szenario von Überwachung und Menschenrechtsverletzung in Deutschland. In dieser fiktiven Geschichte werden Überwachungschips an Obdachlosen getestet.

Die drei Autorinnen Julia Christ, Ilka Haederle und Doris Bewernitz recherchierten für den Roman nicht nur technische und medizinische Details, sie beschäftigten sich auch mit der Berliner Obdachlosenszene. Sie setzen sich in ihrem Buch kritisch damit auseinander, dass in der Stadt Berlin immer mehr Menschen kein Dach über dem Kopf haben.

Die drei Autorinnen haben das Buch gemeinsam geschrieben. Erste Erfahrungen mit dem Schreiben eines Buches zu dritt machten Doris Bewernitz und Julis Christ bereits mit ihrem ersten Buch "Rattenlinie Bariloche", das sie gemeinsam mit Annett Heibel schrieben. In diesem ließen sie die Leser erstmals an Ermittlungen der Kommissarin Verena Mayer-Galotti teilhaben. Weil Annett Heibel keine Zeit zum Weitermachen hatte, stieg Ilka Haederle als neue Autorin ins Trio ein. Auf die Idee, einen Krimi zu schreiben, kamen die Frauen an der der Alice-Salomon-Hochschule. Dort belegten sie einen Masterstudiengang "Biografisches kreatives Schreiben". In diesem mussten sie sich eine Aufgabe suchen. Doris Bewernitz entwickelte die Idee, einen Krimi zu verfassen.

Weil ihr Erstling "Rattenlinie Bariloche" ein Erfolg war, entwickelte Doris Bewernitz die Idee weiter. "Ich möchte insgesamt sieben Krimis in dieser Reihe um die Kommissarin Verena Mayer-Galotti schreiben", erklärt sie. "Dazu werde ich mir immer zwei andere Autoren an die Seite holen." Der dritte Krimi mit zwei neuen Autoren ist in der Rohfassung sogar schon fertig. Er soll im kommenden Jahr erscheinen. Aber zunächst können sich die Krimifreunde auf "Die Schlange von Shenzhen" freuen. Der 280-seitige Roman erscheint diese Woche im Verlag Südwestbuch Stuttgart, ISBN: 978-3-944264-68-4. Offiziell präsentieren werden die drei Autoren das Buch am 6. November um 20 Uhr bei einer Lesung in der Bibliothek am Wasserturm in der Prenzlauer Allee 227/228.


Bernd Wähner / BW
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