Schlag gegen illegalen Handel: Kranker Welpe gerettet und versorgt

Die Aktivitäten von Behörden und Tierschützern gegen illegalen Welpenhandel zeigten am 18. Januar Erfolg: Im Bezirk Mitte konnte ein Händler festgenommen werden.

Das Reinickendorfer Ordnungsamt hatte Anzeigen von Händlern beobachtet, die ihre Aktivitäten aus dem Fuchsbezirk nach Mitte verlegten. Hintergrund waren Veröffentlichungen des CDU-Bezirksverordneten Björn Wohlert, der im vergangenen Jahr zusammen mit Tierschützern auf das Problem des illegalen Welpenhandels und die Maschen der kriminellen Händler aufmerksam machte.

Die illegalen Händler züchten die Tiere oft auf für diese qualvolle Weise, die mit artgerechter Haltung nichts zu tun hat. Ihre Kunden für die Welpen finden sie über Kleinanzeigen. Die Preise aus diesen Zuchten liegen deutlich unter denen seriöser Züchter. Kunden machen dabei nur vermeintlich ein Schnäppchen. Die Tiere sind oft schwer krank, die Kosten für die Behandlung machen den günstigen Erwerb des Tieres zur Milchmädchenrechnung. So war es auch im aktuellen Fall: „Der Welpe war in einem schlechten Zustand. Er wies einen starken Wurm- und Flohbefall auf und hatte seit Stunden weder Nahrung noch Wasser erhalten. Das Tier wurde vom Veterinäramt zur sofortigen Versorgung in eine Tierklinik gebracht“, sagt der zuständige Stadtrat Sebastian Maack (AfD).

Gute Zusammenarbeit zwischen Mitte und Reinickendorf

Der Stadtrat benennt auch das Hauptproblem der Ämter: „Beliebt bei illegalen Welpenhändlern ist eine kurzfristige Verlagerung des Übergabeortes in einen anderen Bezirk und damit in eine andere Zuständigkeit.“ Im aktuellen Fall war das Ordnungsamt darauf vorbereitet und verständigte die Nachbarbehörde und die Polizei. Maack dankt deswegen ausdrücklich dem dortigen Bürgermeister von Stephan von Dassel (Bündnis 90/Die Grünen), der dort für das Ordnungsamt zuständig ist.

Die Reinickendorfer Bezirksverordneten beschlossen zu Beginn des Jahres einen von Wohlert initiierten Antrag, sich berlinweit um das Problem des illegalen Welpenhandels zu kümmern. Bezirksübergreifende Aktivitäten unternehmen jetzt auch die CDU-Fraktionen in Spandau, Marzahn-Hellersdorf und Charlottenburg-Wilmersdorf.
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