SPD-Fraktion in der BVV für Abschaffung der Parkplätze

Die Parkplätze unter dem Bahnhof U-Bülowstraße sollen verschwinden und der Mittelstreifen soll belebt werden. (Foto: KEN)

Schöneberg. Schmutzig ist es und unübersichtlich. Alles sieht recht verwahrlost aus. Regelmäßig werden parkende Autos aufgebrochen und illegal Müll deponiert. Der Bereich unter dem Hochbahnhof Bülowstraße ist ein trauriger Ort.

An Silvester wurde der Aufzug zum Bahnsteig gesprengt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 60 000 Euro. Für einen saubereren und sichereren Mittelstreifen zwischen Potsdamer und Steinmetzstraße müsse das Areal künftig ausschließlich Fußgängern vorbehalten sein, so die Meinung der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung. Das Baudenkmal U-Bahnhof Bülowstraße brauche ein angemessenes Umfeld. Ein entsprechender Antrag ist jetzt angenommen worden.

Die Umgestaltung soll im Rahmen der anstehenden Sanierung am Hochbahnviadukt erfolgen. Die 20 Parkplätze unter dem Bahnhof, die schon festgelegt waren, werden zurückgenommen. Die Durchfahrt wird geschlossen, die Verkehrsschilder werden entfernt.

Die SPD und ihr stadtentwicklungspolitischer Sprecher Christoph Götz regen an, die verlorengegangenen 20 Stellplätze in den Nebenstraßen neu zu schaffen: indem die Parkordnung geändert wird - beispielsweise in ein 45-Grad-Parken.

Die CDU hält nichts vom Wegfall der Parkplätze und auch nichts vom 45-Grad-Parken in den Seitenstraßen. Das sei eine Gefahrenquelle für Radfahrer, meint ein Verordneter. Die Christdemokraten wollen weiterhin Autos unterm Hochbahnviadukt parken lassen und wünschen sich mehr Polizeipräsens vor Ort.

Am Bülow- und am Nollendorfplatz stünden die Parkhäuser weitgehend leer, argumentiert hingegen Christoph Götz. Ohne Autos könne die Bülowstraße belebt werden. Als Beispiel nennt er die Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg. Dort dürfen unter der Hochbahn keine Autos parken.

Eine Rücküberweisung in den zuständigen Ausschuss, um die "Möglichkeiten zur Qualifizierung des Platzes" zu prüfen, wie es Wanda Preußker von der CDU in der BVV-Sitzung forderte, wird abgelehnt. Einig ist man sich aber in der Frage nächtlicher Beleuchtung. Das Bezirksamt soll sich beim Senat dafür einsetzen.


Karen Noetzel / KEN
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