Deutsche Umwelthilfe ehrt Schöneberger Norden als Modellkiez

Alexander Meyer (vorn rechts) vom Quartiersmanagement und Robert Spreter von der Deutschen Umwelthilfe halten die Ehrenurkunde. Dahinter die engagierten Anwohner, Stadträtin Sibyll Klotz und Christiane Bunge (ganz rechts) vom Bundesumweltamt. (Foto: KEN)

Schöneberg. Der Schöneberger Norden ist als Modellquartier für „Grünflächen in der Sozialen Stadt“ ausgezeichnet worden.

Der Schöneberger Norden ist eines von bundesweit nur drei Quartieren, das die Deutsche Umwelthilfe (DUH) für ihr Projekt ausgewählt hat. Ausschlaggebend war die vorbildliche Entwicklung der städtischen Natur- und Freiflächen unter Beteiligung der Anwohner.

„Das ist ja schon etwas ziemlich Besonderes“, sagte Stadtentwicklungsstadträtin Sibyll Klotz (Bündnis 90/Grüne) anlässlich der Urkundenverleihung am 10. März im Jugend- und Kulturhaus „PallasT“. Die Stadträtin verwies darauf, dass die Gestaltung von Außenflächen, Grün und Gärten eines der Hauptschwerpunkte der Arbeit des hier tätigen Quartiersmanagements (QM) sei. „Seit 1999 sind viele Freiflächen entstanden“, so Klotz.

Gemeinsam mit vielen Vereinen und Initiativen, der Verwaltung und mit einem hohen Grad an Beteiligung von Nachbarn, Kindern und Jugendlichen wurden fast alle Spielplätze des Quartiers hergerichtet, Baumscheiben begrünt und Hinterhöfe zum Blühen gebracht.

„Wir zeichnen das Quartiersmanagement und die Initiativen vor Ort aus“, sagte Robert Spreter, Leiter des Bereichs „Kommunaler Umweltschutz“ bei der Deutschen Umwelthilfe mit Sitz in Radolfzell am Bodensee.

Das Prägnanteste, was die DUH zur Auswahl des Schöneberger Nordens als Modellquartier bewogen habe, sei die Vielfalt der Anwohner-Initiativen gewesen, die selbstständig Dinge anpacken, so Spreter. Und weil Freiflächen optimal genutzt und Grünräume geschaffen wurden, Anwohner ihr Wohnumfeld selbst gestalteten, der Bezirk, das Quartiersmanagement und Vereine ausgezeichnet zusammen gearbeitet haben und dies weiterhin tun, und das Quartier in den vergangenen Jahren einen vorbildlichen Wandel vollzogen hat. Robert Spreters Credo: „Von oben herab funktioniert es meistens nicht.“

Für Christiane Bunge vom Bundesumweltamt ist der Schöneberger Norden bundesweit eines von drei vorbildlichen Beispielen für die Quartiersentwicklung mitten in der Großstadt. „Uns ist es auch wichtig, dass diese Projekte modellhaften Charakter haben und auf ganz viele Orte in Deutschland ausstrahlen können.“

Gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium fördert das Bundesumweltamt in diesem und im kommenden Jahr das DUH-Projekt „Grünflächen in der Sozialen Stadt“. Bei ihrer finanziellen Unterstützung kommt es den Förderern insbesondere darauf an, dass die Projekte sich nicht allein um Umwelt- und Naturschutz bemühen, sondern ihr Engagement auch mit Gesundheitsförderung und sozialen Zielen verknüpfen.

Die Erfahrungen des frisch gekürten Modellquartiers Schöneberger Norden werden in eine Broschüre der Deutschen Umwelthilfe und in geplante Fortbildungsveranstaltungen des Verbandes für Quartiersmanager aus ganz Deutschland einfließen. Der Schöneberger Norden ist nun Vorbild für andere. Robert Spreter: „Der grüne Raum ist gesellschaftlich wichtig für die Begegnung von Menschen. Er ist Basis für ein Miteinander, Zusammenleben und für die Demokratie.“ KEN
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