Netz soll lose Schindeln sichern: Sanierung des Rathausdachs wird teuer und dauert

Spandau. Die Reparatur des Rathausdaches wird sich über einige Jahre hinziehen. Der Grund: Die Sanierung ist teuer und kann nur in Raten finanziert werden.

Die großflächige Reparatur des Rathausdaches wird mindestens 4,8 Millionen Euro kosten. Das bestätigte Bürgermeister und Finanzstadtrat Helmut Kleebank (SPD) auf Nachfrage. Die Summe muss das Bezirksamt aus eigener Kraft stemmen. Saniert wird deshalb in mehreren Bauabschnitten. „Dafür brauchen wir eine ordentliche Planung, eine Baugenehmigung und ein Brandschutzgutachten“, informiert Kleebank. Denn auch der Dachstuhl mit den darunter liegenden Büroräumen muss erneuert werden.

Nur 1,5 Millionen pro Jahr möglich

In der Summe könnte das drei Jahre dauern. Denn allein die Planung braucht ihre Zeit. Hinzu kommt die Geldfrage. Aus dem knappen Budget für die bauliche Unterhaltung ist die Maßnahme nicht finanzierbar. „Wir müssten diesen Etat entweder jedes Jahr aufstocken oder einen eigenen Haushaltstitel für die Dachsanierung schaffen“, erläutert der Bürgermeister. Pro Jahr wären 1,5 bis zwei Millionen Euro möglich. Über den kommenden Doppelhaushalt 2018/19 muss aber erst noch beraten werden.

So unerwartet kommt die Reparaturbedürftigkeit des Daches für das Bezirksamt allerdings nicht. Zuletzt war im Jahr 2010 ein Teil der rechteckigen Vorderseite saniert worden. Mehr als die Hälfte des gesamten Mansardendaches ist noch unsaniert. An einigen Stellen lief bereits Regenwasser durch. Wie berichtet hatten sich mehrere Schindeln gelockert. Ein Gutachter wurde bestellt und rund um das Rathaus teilweise abgesperrt. Die losen Dachschindeln sollen jetzt mit einem Sicherungsnetz umspannt werden, damit sie nicht herabfallen. uk
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Klaus Marzahn aus Spandau | 19.05.2017 | 14:30  
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