Stadtentwicklungsamt bekommt zusätzliche Mitarbeiter

Spandau. Mehr Personal soll im Stadtentwicklungsamt dafür sorgen, dass Wohnungsbauprojekte im Bezirk schneller genehmigt werden. So sieht es das Bündnis zum Wohnungsneubau vor, das Senat und Bezirke unterschrieben haben.

Alle Berliner Stadtentwicklungsämter werden um 49 Mitarbeiter aufgestockt. Weitere 17 sollen untersuchen, wo Wohnraum zweckentfremdet wird. Das Spandauer Stadtentwicklungsamt erhält aus diesem Personalbudget drei Mitarbeiter. Ein weiterer wird im Wohnungsamt das Zweckentfremdungsverbot mit kontrollieren. Die neuen Mitarbeiter sollen dabei mithelfen, neue Wohnungsbauprojekte zügiger zu genehmigen.

"Geeignete Flächen planerisch vorzubereiten und Baurecht zu schaffen, verlangen von Senat und Bezirken erhebliche Kraftanstrengungen. Wir haben das erkannt", sagte Michael Müller (SPD), Senator für Stadtentwicklung. Zudem trügen Senat und Bezirke die gemeinsame Verantwortung, für die Berliner und neu Zugezogenen genügend und auch preiswerten Wohnraum zu schaffen. Nach Angaben des Senats werden bis zum Jahr 2025 rund 250 000 Neuberliner erwartet. Nach den im Bündnis festgelegten Zahlen sollen jedes Jahr mindestens 12 000 neue Mietwohnungen genehmigt werden. Auf Spandau entfallen davon 476 Wohnungen.

Im Bezirk ist man zuversichtlich, diese Zielzahl erfüllen zu können. "Wir haben in diesem Jahr schon mehr als 500 neue Wohneinheiten genehmigt", sagte Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU). In den nächsten zehn Jahren seien mehr 15 000 neue Wohnungen geplant. Wobei der Bezirk nur die Rahmenbedingungen bereitstellen kann. Investieren müssen private Bauherren oder Wohnungsbaugesellschaften.

Pauschal hat Spandau für 2014 rund 198 500 Euro vom Senat erhalten. Erfüllt der Bezirk die vereinbarte Vorgabe, bekommt er zusätzlich 500 Euro für jede Wohnung, die innerhalb von sechs Monaten genehmigt wird. Das Geld kann dann befristet für neues Personal ausgegeben werden, denn die drei zusätzlichen Stellen im Stadtentwicklungsamt sind bis Ende 2015 befristet.


Ulrike Kiefert / uk
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