Pfandkisten-Pilotprojekt geht in die Winterpause

Spandau. Die Pfandkisten in der Altstadt werden abmontiert. Das Pilotprojekt geht in die Winterpause. Seit Ende August hängen die vier Sammelboxen für Pfandflaschen vor dem Rathaus, an der Ellipse und in Reichweite der Eingänge zum U-Bahnhof Rathaus Spandau. Jetzt werden sie abmontiert.

Das teilt die BSR mit. Außerdem entfernt die Stadtreinigung wie in jedem Jahr zum Weihnachtsmarkt die Papierkörbe in der Altstadt.

Die Pause wird genutzt, um das Pfandkisten-Projekt wissenschaftlich auszuwerten. Abhängig vom Ergebnis wollen Bezirk und BSR dann entscheiden, ob es im Frühjahr fortgesetzt wird. Das Projekt war als Initiative des Bezirksamts, der BSR und der gemeinnützigen Gesellschaft trias gGmbH zuerst in Charlottenburg-Wilmersdorf gestartet. Es soll Leergutsammler schützen und Müll vermeiden. Denn immer wieder kommt es vor, dass sich Sammler beim Durchstöbern von Mülleimern verletzen. Die durchsichtigen Stahlgitterboxen sollen das verhindern. Mit den Sammelboxen wollen die Bezirksämter aber auch deutlich machen, dass die Flaschen kein wertloser Abfall sind, sondern wiederverwendet werden und dadurch wertvolle Ressourcen schützen.

Kritiker befürchten eine zunehmende Vermüllung. So ist zu beobachten, dass die Boxen nicht nur für Flaschen, sondern auch für Abfälle genutzt werden. Auch könnten nicht nur Bedürftige die Flaschen nehmen, sondern auch andere, die von den Behältern wissen.


Ulrike Kiefert / uk
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