BVV beschließt Sanierung des Biotops Kynastteich

Bevor der Kynastteich im Parkring irreparabel umkippt, hat die BVV nun Rettungsmaßnahmen beschlossen. (Foto: HDK)

Tempelhof. Wie Anfang des Jahres berichtet, haben Messungen ergeben, dass der zwischen Boelckestraße und Löwenhardtdamm liegende Kynastteich kurz vor dem "Umkippen" steht. Jetzt hat die Bezirkspolitik Rettungsmaßnahmen eingeleitet.

Bei den Messungen wurde im vergangenen Jahr festgestellt, dass der Sauerstoffgehalt des Wassers schon unter 20 Prozent gesunken war und damit nicht einmal mehr ein Drittel des Wertes gesunder Gewässer erreichte. Besser ist es inzwischen sicherlich nicht geworden. Stattdessen verbreiten immer öfter - insbesondere bei wärmeren Temperaturen - extrem erhöhte Sulfatwerte im Wasser einen fauligen Geruch. Lediglich die Eisen- und Phosphorwerte bewegten sich bei den letzten Messungen noch im normalen Rahmen.

Die Folge: Es gibt nur noch wenige Fische und Wasservögel lassen sich auch kaum noch blicken. "Mögliche Ursachen sind zu viel Laub, zu wenig Sauerstoff im zufließenden Grundwasser und zu wenig Wasserbewegung in dem tief liegenden See, wodurch zu wenig Sauerstoff ins Wasser kommen würde", meint die Bezirksverordnete Renate Giese (Bündnis 90/Grüne). Im Namen ihrer Fraktion hatte sie schon im Januar einen Antrag unter der Überschrift "Nur Sofortmaßnahmen können den Kynastteich vorm Umkippen bewahren" in die BVV eingebracht.

Im März hat eine Mehrheit der Verordneten diesem Antrag schließlich zugestimmt und damit das Bezirksamt nun per Beschluss beauftragt, "geeignete Maßnahmen zu ergreifen, damit der Kynastteich nicht weiter durch starken Laubeinfall verschmutzt wird und mit sauerstoffreicherem Wasser gespeist werden kann". Drei praktische Beispiele zur vermeintlichen Abhilfe wurden dem Bezirksamt gleich mitgeliefert. Erstens sollen die Sträucher und Bäume am Ufer fachgerecht zurückgeschnitten werden. Zweitens sollen die erodierenden Hänge vor weiterem Abrutschen gesichert und drittens soll eine Metallschürze installiert werden, die dafür sorgt, dass das einfließende Grundwasser fällt statt rieselt. Dazu sollen weitere hilfreiche Maßnahmen überlegt werden. Und damit es etwas zügig geht, erwartet der zuständige Ausschuss für Verkehr und Grünflächen bis Mai einen Bericht vom Bezirksamt.


Horst-Dieter Keitel / HDK
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