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Das Besucherzentrum im Flughafen Tempelhof ist eröffnet worden

Das Besucherzentrum war gleich am Tag der Eröffnung gut besucht.
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Rund anderthalb Jahre nach Baubeginn ist das Besucherzentrum im Flughafen Tempelhof fertig und steht allen offen. Es befindet sich direkt links von der Haupthalle und trägt den Namen CHECK-IN. Gelbe Neonröhren verweisen Ankommende zur neuen Anlaufstelle, die am 14. Februar der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

„Wir wollen mit dieser Eröffnung ein Zeichen setzen, dass wir ein Stück vorangekommen sind auf dem Weg, dieses riesige Gebäude zu entwickeln“, sagte Katrin Lompscher (Die Linke). Die Stadtentwicklungssenatorin, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Tempelhof Projekt GmbH, machte jedoch keinen Hehl daraus, dass noch viele große Herausforderungen in der Zukunft warten.

„Mit diesem Projekt hat sich Berlin eine riesige Aufgabe gestellt“, betonte sie. Das Besucherzentrum nehme mit seinen 750 Quadratmetern gerade einmal 0,02 Prozent der gesamten Gebäudefläche ein, wie Geschäftsführerin Jutta Heim-Wenzler darlegte. Dies allein zeige die enorme Dimension des alten Flughafenbaus. „Es war das Ziel, einen zentralen Ort zu haben, der täglich geöffnet ist und den man immer besuchen kann“, erläuterte sie. Ab sofort steht die Tür täglich von 10 bis 17 Uhr offen. Ab dem 1. März werden vom CHECK-IN aus die Führungen durch das Gebäude starten.

Das Zentrum, das in den Räumen des ehemaligen Theaters der US-Soldaten und späteren Revuetheaters „La vie en rose“ eingerichtet wurde, hat einen modernen Look bekommen. Auf der linken Seite befindet sich ein Empfangstresen, an dem Informationsmaterial über den Flughafen ausliegt und wo drei Getränkeautomaten stehen. Weiter hinten wurde ein Touchpad aufgebaut, auf dem Besucher über eine App einzelne Gebäudeteile auswählen können. Sie bekommen dann jeweils Fotos, Statistiken und Infos angezeigt, die via Beamer an die Wand projiziert werden. In der Raummitte stehen schwarze Stehtische sowie gelbe Loungemöbel, die um eine Leinwand herum gruppiert wurden. Dort sollen ab sofort Einspielfilme zu sehen sein. Die rechte Raumseite ist hingegen bis Ende des Jahres für die Ausstellung „Ein weites Feld – Der Flughafen Tempelhof und seine Geschichte“ reserviert. Sie wurde von der Stiftung Topographie des Terrors entwickelt. Ebenfalls auf der rechten Seite befinden sich die Garderobe und eine behindertengerechte Toilette.

„Mit unserem Öffnungsprojekt möchten wir zeigen, welchen Möglichkeitsraum der Flughafen Tempelhof bietet – aber auch, welche Herausforderungen damit verbunden sind. Wir möchten Interessierte teilhaben lassen an dem, was uns an diesem wunderbaren Ort bewegt und fordert“, so Jutta Heim-Wenzler. Zwei Millionen Euro hat die Einrichtung des CHECK-IN gekostet.

Weitere 30 Millionen Euro fließen derweil in den Umbau des Towers, der 2021 eröffnen wird. Gäste sollen dann auch vom Erdgeschoss mit einem Fahrstuhl zur Dachfläche hinauffahren können. Der Zustand des Towers sei laut Heim-Wenzler am Anfang „katastrophal“ gewesen. Mittlerweile seien die Bauarbeiten jedoch weit vorangekommen. Beim Tag der Städtebauförderung am 16. Mai sollen die Fortschritte bei einer öffentlichen Baustellenführung begutachtet werden können.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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