Folgenschwerer Rohrbruch

Das Rohr aus Gusseisen mit einem Meter Durchmesser muss durch ein ebenso dickes Stahlrohr ersetzt werden. (Foto: HDK)
Berlin: Prühßstraße 1 |

Mariendorf. Eine der wichtigsten Ein- und Ausfallstraßen Berlins, der Mariendorfer Damm, gleichsam Bundesstraße 96, ist nach einem Rohrbruch zwischen Kaiserstraße und Alt-Mariendorf voraussichtlich für mehrere Wochen in beide Richtungen voll gesperrt.

Am 5. August gegen 12 Uhr war an der Kreuzung Mariendorfer Damm/Prühßstraße ein etwa 130 Jahre altes Abwasserrohr geplatzt und hatte etwa 1000 Quadratmeter Straßenfläche mit übelriechendem Abwasser über- und unterspült. Der Wasserdruck hat den Asphalt der Fahrbahn auf einer Länge zwischen 60 und 70 Metern nach oben gedrückt. Danach war die Wochenendruhe dahin und das Chaos perfekt: Um das gebrochene Rohr freizulegen, kam schweres Gerät zum Einsatz und prompt kam es zu teilweise kilometerlangen Staus in den umliegenden engen Nebenstraßen sowie auf der Stadtautobahn. Zudem musste die Polizei die insgesamt rund 120 Bewohner zweier Mietshäuser vorübergehend evakuieren, weil eine daneben liegende Baugrube ebenfalls unterspült worden war und die Gefahr bestand, dass ein dort stehender Baukran umzukippen und auf die Häuser zu stürzen drohte.

Diese Gefahr konnte glücklicherweise gebannt werden, aber die beiden Fahrspuren Richtung Innenstadt bleiben voraussichtlich etwa drei bis vier Wochen gesperrt. Genauere Angaben gibt es nicht. Die Umleitungen sind ausgeschildert. Wie lange die Arbeiten auf den Fahrbahnen stadtauswärts, unter denen das Rohr verlegt ist, andauern werden, sowie die Entscheidung, ob nur ein Teilstück, oder die gesamte defekte Leitung erneuert werden muss, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. In jedem Fall soll aber das alte Rohr aus Gusseisen mit einem Meter Durchmesser durch ein ebenso dickes Rohr aus Stahl ersetzt werden.

Um die Bauarbeiten so schnell wie möglich abzuschließen, werde nun jeweils von montags bis freitags in zwei Schichten 15 Stunden am Tag gearbeitet, erklärt der Sprecher der Berliner Wasserbetriebe, Stephan Natz. HDK
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