Rundumblick vom Dach: Flughafen-Tower wird für die Öffentlichkeit fit gemacht

Vom Dach haben Besucher künftig einen Rundumblick über Berlin und das Tempelhofer Feld. (Foto: Tempelhof Projekt GmbH)
Berlin: Tempelhofer Feld |

Tempelhof. Mit der Enthüllung des Bauschilds ist am 23. August der Startschuss für die denkmalgerechte Sanierung und den barrierefreien Umbau des einstigen Flughafen-Towers am Tempelhofer Damm gefallen. Bis 2020 soll alles fertig und öffentlich zugänglich sein.

Die Arbeiten werden in den nächsten zwei Jahren im Rahmen des Projekts Tower THF am westlichen, vom Tower gekrönten Kopfbau durchgeführt. Anschließend sollen Besucher dann über das markante Treppenhaus den verglasten Tower erreichen und einen spektakulären Rundumblick genießen können. Zudem sind große Teile der obersten Gebäudeebene als Ausstellungsraum vorgesehen und die Begehung des 1,2 Kilometer langen Dachs wird möglich.

„Die Öffnung des Flughafengebäudes ist ein hervorragendes Beispiel für die mit dem Bundesprogramm ‚Nationale Projekte des Städtebaus‘ verfolgten Ziele. Über die touristische Bedeutung hinaus vermittelt es einen Einblick in die historische Dimension der Flughafennutzung und erlaubt die Auseinandersetzung mit der jüngeren deutschen Geschichte. Architektur, Denkmalschutz und innovative Konzepte für den Städtebau gehen hier Hand in Hand“, freut sich Bundesbauministerin Barbara Hendricks. Und Katrin Lompscher, Berlins Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen (Die Linke), erklärt, dass der Flughafen „eine prägende städtebauliche Bedeutung für Berlin und eine Präsenz, die weit ausstrahlt“ habe und das Tower-Projekt ein erster Schritt sei, um die Potenziale dieses besonderen Ortes freizulegen, mit dem die Berliner wie auch Gäste aus aller Welt begeistert werden sollen. Jutta Heim-Wenzler, als Geschäftsführerin der Tempelhof Projekt GmbH quasi die Bauherrin, betont, dass der Umbau auf Grundlage des Denkmalpflegeplans erfolgt und Modellcharakter für das gesamte Gebäudeensemble habe.

Das Vorhaben Tower THF wird im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ durch den Bund unterstützt. Die Förderung beträgt insgesamt rund sechs Millionen Euro, davon anteilig vier Millionen Euro aus Mitteln des Zukunftsinvestitionsprogramms sowie zwei Millionen Euro aus der Berliner Landeskasse.

Geplant wird das Projekt vom schweizer Büro :mlzd inne, das als Preisträger aus einem 2016 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt durchgeführten Wettbewerb hervorging. HDK
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