Bürgerinitiative WirBerlin und Helfer bringen den Olof-Palme-Platz auf Vordermann

Freiwillige Helfer jäten auf dem Olof-Palme-Platz die Beete und setzen neue Stauden. (Foto: KEN)
Berlin: Olof-Palme-Platz |

Tiergarten. Auf Initiative des Vereins „wirBerlin“ haben Teams der umliegenden Hotels Intercontinental, Waldorf Astoria und 25Hours sowie eine Gruppe junger Gärtner von den Werkstätten für Menschen mit Behinderung den Olof-Palme-Platz auf Vordermann gebracht.

Mit Unterstützung des Zoos, des Bezirksamts Mitte, des Einkaufzentrums Bikini Berlin und der Berliner Stadtreinigung (BSR) reinigten sie den Ende der 80er-Jahre gestalteten Platz, beseitigten Unkraut und setzten neue Pflanzen. Da 2016 ein Jahr zu Ehren des preußischen Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné ist, setzten der zur Aktion eingeladene Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) und die wirBerlin-Vorsitzende Beate Ernst einen Lenné-Rosenstock.

Fünfte Aktion in vier Jahren

Es sei bereits die fünfte Aktion in vier Jahren auf dem Platz, so Beate Ernst. Gemeinsam mit vielen anderen sei die Bürgerinitiative (www.wir-berlin.org) aktiv, damit „einer der schönsten Plätze Berlins“ das auch bleibe. Seit seiner Einweihung 1987 durch die britische Königin Elisabeth II. sei der nach dem 1986 ermordeten schwedischen Ministerpräsidenten benannte Olof-Palme-Platz zugewuchert, sagte Ernst.

Bei Beetarbeiten blieb es am Aktionstag nicht. Das Bezirksamt Mitte ließ die inzwischen verbeulten und in die Jahre gekommenen Hinweisschilder des Platzes auswechseln. Mitarbeiter des Außenwerbers Ströer reinigten fachgerecht den in der Platzmitte gelegenen Ammonitenbrunnen des Berliner Bildhauers Volker Bartsch. Später ließen Beate Ernst, Senator Geisel, Mittes Baustadtrat Carsten Spallek (CDU), Volker Bartsch, Hans-Jürgen Pluta von der Lenné-Akademie und Ströer-Niederlassungsleiter Frank Geßner per symbolischem Knopfdruck das Wasser sprudeln.

BSR soll häufiger reinigen

Der Namensgeber des Platzes hätte sich sehr gefreut über diese Kultur der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Helfens. Dafür habe Schweden den Begriff des „Volksheimes“ geprägt, sagte Andreas Geisel. Er verwies auf die Bedeutung der Pflege des öffentlichen Raumes in einer wachsenden Stadt wie Berlin. Mit der BSR sei vereinbart worden, dass ab diesem Jahr die von Touristen besonders stark frequentierten öffentlichen Plätze intensiver als bisher gereinigt werden würden.

Sauberkeit im öffentlichen Raum sei aber nicht allein Aufgabe der Stadtreinigung oder des Senats, das sei ebenso Sache der Berliner, so Geisel. Zu „tollen städtebaulichen Entwicklungen“, wie sie in der City West zu beobachten seien, gehörten saubere Plätze einfach dazu, sagte der Senator. KEN
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