Theaterkurs der Heinz-Brandt-Schule überzeugte Wettbewerbsjury mit englischem Trickfilm

Die Schüler um Lehrerin Nela Knaup (erste Reihe Mitte) können sich über einen tollen Erfolg beim Landesausscheid im Bundeswettbewerb Fremdsprachen freuen. (Foto: Bernd Wähner)
Berlin: Heinz-Brandt-Schule |

Weißensee. Über einen besonderen Preis können sich die Schüler des Theaterkurses der Klassenstufe acht der Heinz-Brandt-Sekundarschule freuen. Sie gewannen den Landesausscheid im Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Fach Englisch.

Ihr englischer Trickfilm „The Outsider“ („Der Außenseiter“) überzeugte die Wettbewerbsjury. Allerdings werden sie Berlin beim Bundesfinale leider nicht vertreten. In diesem Wettbewerb sind nämlich alle Fremdsprachen zugelassen. Ein Beitrag in französischer Sprache gefiel der Jury noch ein bisschen besser. So kamen die Weißenseer Schüler im Gesamtwettbewerb zwar auf einen hervorragenden zweiten Platz, aber nur der Gesamtsieger nimmt am Bundesausscheid teil.

Deutsch- und Englischlehrerin Nela Knaup ist stolz auf die Schüler aus ihrem Theaterkurs. In der Regel nehmen nämlich vor allem Klassen und Kurse aus Gymnasien an diesem Wettbewerb teil. Sekundarschüler sind da eher die Ausnahme. Die Gymnasiasten haben natürlich ganz andere sprachliche Voraussetzungen. Etliche lernen ihre Fremdsprache schon seit der ersten Klasse. Die Schüler der Heinz-Brandt-Oberschule sind da eher Späteinsteiger. Umso bemerkenswerter ist es, dass sie beim Landeswettbewerb in der Englisch-Sparte ganz vorne landeten. „Wir sind zwar der Theaterkurs, aber wir sprechen im Kurs sowohl Deutsch als auch Englisch. Das macht den Schülern Spaß“, sagt Nela Knaup. Die Schüler nahmen sich für den Wettbewerb einen Trickfilm mit dem Titel „Der Außenseiter“ vor, den sie in einem Workshop mit dem Filmemacher Jan Rooschütz und mit der Poetry-Slammerin PEH mit deutschem Text gedreht hatten. Diesen Text übersetzten die Schüler nicht einfach nur ins Englische, sie reimten ihn völlig neu, ohne die inhaltliche Aussage zu verändern.

In dem Trickfilm geht es um einen Jungen, der eines Nachts die Geisterschule besuchen darf. Dort ist er zunächst ein Außenseiter. Die jungen Geister bemerken zunächst nur, wie anders er ist. Aber dann regt ein Geistermädchen an, mal den Blick auf die Gemeinsamkeiten zu werfen. Und plötzlich merken alle, wie viele Gemeinsamkeiten es doch gibt, und haben viel Spaß miteinander.

Die größte Hürde beim Erstellen des Wettbewerbsbeitrags war die Synchronisation des Trickfilms. Da sind sich alle einig. Die Schüler zogen sich dazu zwar in den relativ ruhigen Keller der Schule in der Langhansstraße 120 zurück, aber immer wieder störten Geräusche aus darüber liegenden Etagen die Tonaufnahmen. Deshalb mussten die Schüler aus dem Theaterkurs ihre Texte unzählige Male sprechen, ehe alle mit dem Ergebnis zufrieden waren. Doch von diesen Mühen spürt man im Wettbewerbsbeitrag nichts mehr.

Veranstaltet wird der Bundeswettbewerb Fremdsprachen von „Bildung & Begabung“, dem Talentzentrum des Bundes und der Länder. Schirmherr ist der Bundespräsident. BW
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