Brotfabrikbühne macht nur zehn Tage für Reparaturen dicht

Nils Förster präsentiert als nächstes das Stück auf der Brotfabrikbühne "Sterne am Morgenhimmel". In diesem werden auch Mauern durchbrochen. (Foto: BW)

Weißensee. "Sterne am Morgenhimmel" heißt ein Stück von Alexander Galin, das das Berliner Drama Theater in einer neuen Inszenierung auf der Bühne der Brotfabrik zeigt.

Der weltbekannte russische Theaterschauspieler und Regisseur Igor Ivanov studierte das Stück mit einem Ensemble internationaler Schauspieler ein. 1982 geschrieben, wurde das Stück zu einem Bühnen-Bestseller. Noch heute gehört es zum Schulprogramm an Theaterschulen in den USA. Das Stück versetzt die Zuschauer zurück in das Jahr 1980. Es ist das Jahr der Olympischen Spiele in Moskau. Die Stadt befindet sich in der Vorbereitung, seine Gäste in Ehren zu empfangen, obwohl bereits einige Länder des Westens ihre Teilnahme abgesagt hatten.

Um Moskau als Vorzeigestadt präsentieren zu können, wurden die Straßen "gesäubert". Prostituierte, Obdachlose und Alkoholiker wurden hinter die Grenzen der Stadt verfrachtet. "Vor diesem Hintergrund wird die Geschichte einer Liebe zwischen einer minderjährigen Prostituierten und einem sowjetischen Polizisten erzählt. Im Stück werden sie einen Tag lang durch das Leben im Moskau der Sowjetunion begleitet", sagt Nils Foerster. Der Leiter der Brotfabrikbühne ist gespannt, wie das Stück beim Berliner Publikum ankommt. Immerhin lassen sich Parallelen zu anderen sportlichen Großereignissen der vergangenen Jahre ziehen. Zu sehen ist das Stück im Theater am Caligariplatz in russischer Sprache, aber mit deutschen Übertiteln am 5. und 6. Juli um 20 Uhr.

International geht es im Juli auf der Brotfabrikbühne weiter. Vom 11. bis 13. Juli jeweils um 20 Uhr ist "Xo Soy Azul", eine Butoh-Performance der italienischen Truppe Compagnia Kha zu erleben. Schließlich ist ab 17. Juli das Schweizer Ensemble "Matts Theater Rampe" in der Brotfabrik zu Gast. Sie präsentiert am 17. und 19. Juli jeweils um 21 Uhr die schwarz-humorige Geschichte "15 Zentimeter". Am 18. und 20. Juli zeigt sie jeweils um 21 Uhr das Schauspiel "Hermannsschlacht".

"Vom 21. Bis 31. Juli machen wir dann zehn Tage Theaterpause", sagt Nils Foerster. "Diese Zeit nutzen wir für einen kompletten Technik-Check und notwendige Reparaturen. Außerdem werden wir einige Malerarbeiten vornehmen." Aber nach der kurzen Pause geht es am 1. August gleich mit Volldampf weiter. "Wir beginnen den August mit der Satire ,Nur Kinder, Küche, Kirche‘ von Franca Rame und Dario Fo", wirft Nils Förster einen Blick voraus. In diesem Solostück wird Schauspielerin Lydia Wilke versuchen, dem Bild von einer "perfekten Frau" gerecht zu werden.

Schon fast zum Ende der Schulferien wird Holger Osterloh vom 7. bis 9. August mit einer Action-Lesung noch einmal auf die "Insel der Deutschen" entführen. Der Autor arbeitete selbst als Partyanimateur auf Mallorca. Er wird seine sehr persönliche Sicht auf das Paralleluniversum Ballermann preisgeben. Der Titel seines Programms: "Die Wahrheit bleibt auf der Insel".

Weitere Informationen gibt es unter 471 40 01 und auf www.brotfabrik-berlin.de.

Bernd Wähner / BW
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