Ein großer Schritt ist getan: TuS Makkabi marschiert weiter in Richtung Berlin-Liga

Nils-Peter Otto (blau) trifft in dieser Szene für den TuS Makkabi zum vorentscheidenden 4:2 im Spitzenspiel der Landesliga gegen den VfB Fortuna Biesdorf. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Julius-Hirsch-Sportanlage |

Westend. Der TuS Makkabi hat das Spitzenspiel der Fußball-Landesliga gegen den VfB Fortuna Biesdorf am Sonntag, 17. April mit 4:3 (1:1) für sich entschieden und hält weiterhin Kurs Richtung Berlin-Liga.

„Unsere Zielsetzung vor der Partie war es, den Vorsprung in der Tabelle auf Platz drei und Fortuna Biesdorf mindestens bei fünf Punkten zu halten. Jetzt haben wir sogar gewonnen und liegen schon mit acht Zählern vorn. Das macht uns natürlich sehr glücklich“, freute sich TuS-Coach Frank Diekmann kurz nach dem Abpfiff der Partie auf der Julius-Hirsch-Sportanlage.

Zur Pause stand es nach Toren durch Florian Kunze für den TuS und Dennis März 1:1. Schon kurz nach dem Wechsel brachten Dario Greiser (48. Minute) und Önay Tokgöz (50.) die Gastgeber auf die Siegerstraße. Doch das Anschlusstor von Marcel Stübing machte die Partie noch einmal spannend. Nils-Peter Otto stellte mit seinem Treffer zum 4:2 die Weichen endgültig auf Sieg. Tobias Hölge konnte in der Schlussminute nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

Wenn man dem TuS an diesem Sonntag etwas vorwerfen konnte, dann die Tatsache, den Sack nicht frühzeitig zu gemacht zu haben. „Ja, klar. Die Chancenverwertung ist immer so ein wenig unser Manko.“ Coach Diekmann wies aber auf etwas ganz anderes hin, das ihm überhaupt nicht gefallen hatte: „Heute hat bei uns ganz viel in der Defensive nicht gestimmt.“ Die Rückwärtsbewegung war nicht gut. Die Vorgabe des Trainers, von Beginn an vorn zuzumachen, funktionierte nicht, weil viele TuS-Akteure den so oft zitierten Schritt zu spät kamen. „Und die Verteidigung der hohen Bälle war heute eine ‚Sechs minus’. Damit bin ich überhaupt nicht einverstanden.“ Einen überragenden Tag hatte TuS-Keeper Malte Hartmann, der nicht nur einen Elfmeter parieren konnte, sondern mit einigen weiteren tollen Paraden den Sieg festhielt und von seinem Coach ein Extralob bekam.

„Mit diesem Sieg haben wir zudem ein deutliches Zeichen im Kampf um den Aufstieg gesetzt“, betonte Diekmann. Sechs Spieltage vor Ende der Saison konnten sich der DJK Schwarz Weiß Neukölln und der TuS mit jeweils 52 Punkten an der Tabellenspitze fest- und von der Konkurrenz absetzen. Die beiden Teams trennt lediglich das Torverhältnis: Der DJK hat eine um vier Treffer bessere Differenz. Und das Prozedere ist wie schon in den letzten Jahren: Der Meister steigt direkt auf. Der Zweitplatzierte wird aller Voraussicht nach zwei Aufstiegsspiele gegen das zweitbeste Team der Landesliga, Staffel zwei bestreiten müssen. „Ich denke, dass sich die Meisterschaft wirklich erst an den letzten vier Spieltagen entscheiden wird“, mutmaßte Diekmann, bevor er mutig nachlegte: „Wir wollen uns eigentlich nicht auf die Relegation einlassen, sondern direkt aufsteigen. Die Chancen stehen 70:30 für uns, weil wir einfach verdammt stark sind.“ Das sieht im Übrigen auch die Konkurrenz so: „Glückwunsch zum Sieg“, zeigte sich Biesdorfs Trainer Raik Retschlag beim Handschlag mit Frank Diekmann als fairer Verlierer. „Ihr habt eine super Truppe. Und ich wünsche Euch, dass Ihr als Erster direkt in die Berlin-Liga aufsteigen werdet.“ min
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