Zäher Wiederbelebungsversuch: Verzögerungen bei Neuvermietungen in Wittenau

Berlin: S-Bahnhof Wittenau | Wittenau.

Seit mehreren Jahren stehen die Gewerberäume am Nordeingang des S-Bahnhofes Wittenau leer. Pläne für eine mögliche Wiederbelebung lagen auf dem Tisch. Doch das Gleisbett muss saniert werden.

Geht es nach einer Idee des Reinickendorfer CDU-Bezirksverordneten Björn Wohlert, hält bald wieder neues Leben, in die seit Jahren leerstehenden Gewerberäume am nördlichen Eingang des S-Bahnhofes Wittenau, Einzug. Nachdem die Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden und weitere bauvorbereitenden Maßnahmen im Frühjahr 2017 abgeschlossen wurden, machte sich der Wittenauer Kommunalpolitiker auf die Suche nach Gastronomen, die neben der Anmietung der Gewerbeflächen auch ein Interesse an der positiven Entwicklung des Kiezes haben. 

Über Facebook haben sich schließlich Dennis Schütt, der nahe des S-Bahnhofes wohnt, und Björn Wohlert kennengelernt. Auf Vermittlung des Bezirksverordneten gab es erste Gespräche zwischen Dennis Schütt und seinem Partner Oliver Kellermann mit der Bahn. Diese zeigte sich angetan von dem Konzept eines Cafés mit frischen Produkten und portugiesischen Backwaren. Björn Wohlert ist überzeugt: "Es gibt nun endlich eine Perspektive für die Wiederbelebung des Nordeinganges am S-Bahnhof Wittenau. Für die Schüler der umliegenden Oberstufenzentren und die Anwohner soll wieder ein attraktiver Ort zum Verweilen geschaffen werden." Weiter zeigte sich der Kommunalpolitiker erfreut über das Engagement der beiden Geschäftsleute, die etwas gegen den Leerstand in Wittenau unternehmen möchten.

Wohlerts Hoffnung zunächst enttäuscht

Die Realität indes sieht anders aus: Das Gleisbett muss saniert werden. Dadurch nimmt die Bahn momentan Abstand von möglichen Neuvermietungen. Nach Abschluss der Arbeiten am S-Bahnhof Wittenau gilt es dann für die beiden Interessenten eine neuerliche Bewerbung einzureichen. Die Bauarbeiten sollen sich, nach Informationen der CDU Wittenau, bis 2020/2021 hinziehen. Wann genau mit der Sanierung begonnen werden soll, ist noch unklar. Björn Wohlert zeigte sich über die neuerliche Veränderung zum Negativen hin enttäuscht. Er hofft aber, dass in den kommenden Jahren die Tristesse ein Ende hat. Die S-Bahn Berlin und Deutsche Bahn waren bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht erreichbar. gw
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