Neben der Siedlung "Weiße Taube" soll ein weiteres Wohngebiet entstehen

Neben den mietbaren Lagerboxen sollen etwa 2500 Wohnungen gebaut werden. (Foto: Wrobel)

Alt-Hohenschönhausen. Auf einer noch brachliegenden Fläche an der Landsberger Allee soll ein riesiges Bauprojekt realisiert werden. Die Bezirksverordneten sind sich einig, zeitig für Infrastruktur mit Schulen und Kitas zu sorgen.

Jahrelang lag die Fläche von etwa acht Hektar brach. Allein ein schlichtes Gebäude mit mietbaren Lagerboxen sticht an der Landsberger Allee, direkt neben der Siedlung "Weiße Taube", ins Auge. Doch mit der Brache daneben soll bald Schluss sein. Derzeit laufen gleich drei Bebauungsplanverfahren für zwei Grundstücke, um zwischen der Ferdinand-Schulze-Straße und dem Arendsweg etwa 2500 Wohnungen zu errichten.

"Das entspricht einem Zuzug von rund 4000 Einwohnern", rechnete der Bezirksverordnete Christian Petermann (Die Linke) vor. Er machte den neuen Wohnstandort auf der Bezirksverordnetenversammlung am 21. April zum Thema. Denn für einen Zuzug von dieser Größenordnung sei das Gebiet nicht vorbereitet, fürchtet Petermann. "Das Bezirksamt organisiert den nächsten Notstand bei den Grundschulplätzen." Rechnerisch müsse man mit rund 240 schulpflichtigen Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren rechnen. Er forderte deshalb mit einem Dringlichkeitsantrag, Lösungen zu erarbeiten.

Zeit dafür ist noch vorhanden. Derzeit wird im Rahmen der Bebauungsplanverfahren die frühzeitige Bürgerbeteiligung vorbereitet. Hier können auch die Anwohner Probleme benennen, die sie mit der Bebauung entstehen sehen. "Mit einem so großen Projekt hatten wir es bislang noch nicht zu tun", bestätigte auch der Stadtrat für Stadtentwicklung, Wilfried Nünthel (CDU). Das Bezirksamt beabsichtigt die Investoren aber mit ins Boot zu holen, um den sich jetzt schon abzeichnenden Bedarf an Schul- und Kitaplätzen vorzubeugen.

Durch einen städtebaulichen Vertrag werden die Bauherren an den Investitionen für die Infrastruktur, die durch ihr Wohnbauprojekt entstehen, beteiligt. "Wir beteiligen die Investoren an den Kosten für Schulen und Kitas", so Nünthel. Noch aber sei keiner der drei benötigten städtebaulichen Verträge unter "Dach und Fach". Doch der Bezirk hat bereits ein Grundstück ausgemacht, auf dem eine Schule entstehen könnte. "Wir haben eine Rückübertragung des landeseigenen Grundstückes in der der Schleizer Straße 67 ins Fachvermögen des Bezirkes in Gang gesetzt, um an diesem Standort den künftigen Schulbedarf zu decken."

Ob an dieser Stelle eine neue Schule entsteht, oder ob eine Filiale einer bereits bestehenden Schule eröffne, müsse noch entschieden werden. Zunächst soll das Maß der Wohnbebauung per Bebauungsplanverfahren bestimmt werden. Erst dann sei der Abschluss eines städtebaulichen Vertrages zum Bau neuer Bildungseinrichtungen sinnvoll. KW
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