Spreefüxxe kurz vor dem Aufstieg in die 1. Bundesliga

Bianca Trumpf (am Ball) - hier gegen Dortmund in der Vorsaison - steht mit den Spreefüxxen kurz vor dem Aufstieg in die 1. Bundesliga. (Foto: Nittel)

Charlottenburg. Die Handballerinnen der Füchse Berlin, von ihren Fans liebevoll Spreefüxxe genannt, stehen kurz vor dem Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Am Sonntag, 27. April, könnten die Berlinerinnen ihren ärgsten Verfolger, den Ballspielverein Borussia Dortmund, im direkten Duell abhängen und den Aufstieg so gut wie besiegeln.

Nach 23 von 28 Spieltagen liegen die Füchse mit 36:10 Punkten auf dem dritten Rang und damit auf einem Aufstiegsplatz. Die Dortmunder, die mit Platz vier den ersten Nichtaufstiegsrang belegen, folgen mit 32:16 Zählern. Das bedeutet: Sollten die Spreefüxxe das Duell mit den Westfalen für sich entscheiden, könnten sie nur noch theoretisch von den Dortmundern von einem Aufstiegsplatz verdrängt werden. Nämlich dann, wenn die Spreefüxxe, die überhaupt erst vier Partien in dieser Spielzeit verloren haben, auch ihre restlichen vier Saisonspiele allesamt verlieren sollten. Und bevor das passiert, friert die Hölle zu.

Ausschlaggebend für diese prima Ausgangsposition war der triumphale 33:24 (15:9)-Erfolg am 12. April über den Spitzenreiter HSG Bad Wildungen. Von der ersten Sekunde an zeigten die Berlinerinnen, dass sie gewillt waren, dieses Topspiel für sich zu entscheiden: Nach nur vier Minuten führten die Gastgeberinnen bereits mit 4:0. Vor allem in der Defensive agierten die Füchse sehr aufmerksam. So konnten die sonst so offensivstarken Gäste in den ersten 20 Minuten lediglich vier Tore erzielen. Und HSG-Kreisläuferin Tessa Cocx, die Toptorschützin der Liga, wurde von den Berlinerinnen dermaßen bearbeitet, dass sie mit nur fünf Treffern weit hinter ihren Möglichkeiten zurückblieb. Und wenn doch mal ein Ball auf das Füchse-Tor geflogen kam, dann stand dort eine - wie so oft in dieser Saison - stark spielende Torfrau Juliane Hedermann. Nach einer defensiv starken ersten Halbzeit steigerten sich die Spreefüxxe nach dem Wechsel auch in der Offensive und ließen Bad Wildungen keine Chance, ins Spiel zurückzufinden.

"Wir haben heute eine fast perfekte Leistung abgeliefert", freute sich Füchse-Coach Lars Melzer. "Klar gibt es immer Kleinigkeiten zu verbessern und technische Fehler zu minimieren, aber heute bin ich einfach nur stolz auf meine Mannschaft." Und auch Gästetrainer Karsten Moos musste nach der Partie neidlos anerkennen, dass die Berlinerinnen an diesem Tag in allen Belangen überlegen gewesen waren. Die besten Torschützen für die Spreefüxxe waren Christine Beier und Anna Blödorn mit jeweils acht Treffern sowie Alexandra Sviridenko und Julia Goldhagen, die jeweils fünf Mal trafen.

Und nun kommt es also am Sonntag, 27. April, um 16 Uhr in der Sporthalle Charlottenburg, Sömmeringstraße 29, zu einem richtigen "Aufstiegs-Endspiel", das man allen Berliner Handballfans nur wärmstens ans Herz legen kann.

Michael Nittel / min
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