Rohr reduziert Abwassermenge

Die Drossel unter der Warschauer Straße reduziert die pro Sekunde durchlaufende Wassermenge. (Foto: Wasserbetriebe/Jack Simanzik)

Friedrichshain. Oberirdisch wird die Warschauer Straße derzeit umgebaut. Aber auch unterirdisch tut sich dort einiges.

Verantwortlich dafür sind die Berliner Wasserbetriebe. An der Kreuzung Grünberger Straße setzten sie ein etwa 17 Meter langes trompetenförmiges Rohr, Drossel genannt, in einen Mischwasserkanal.

Der Name hat aber nichts mit der Vogelart zu tun, sondern kommt von drosseln. Mit dem Einbau soll die durchlaufende Wassermenge auf höchstens 200 Liter pro Sekunde reduziert werden. Der Rest, bis zu 900 Kubikmeter Wasser, staut sich in den umliegenden Kanälen und fließt dann zeitverzögert unter der Kopernikus- und Modersohnstraße zum Abwasserpumpwerk an der Rudolfstraße.

Der Sinn des Ganzen: Weniger Schmutzwasser soll in die Spree gelangen. Vor allem bei starkem Regen musste das Wasser aus dem Kanal in den Fluss geleitet werden. Durch die Drossel wird das weitgehend verhindert. Ihr Einbau kostet rund eine Million Euro. Die Grube wird jetzt verschlossen, bis April sind die Arbeiten an dieser Stelle beendet. Bis zum Oktober erneuern die Wasserbetriebe an der Warschauer Straße aber noch 200 Meter des Abwasserkanals. Genauso lange soll auch der Umbau der Fahrbahnen und Gehwege dauern.


Thomas Frey / tf
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