Zwei Grundschulen können im Sommer nicht alle Kinder aufnehmen

Friedrichshain-Kreuzberg. Manche künftigen Erstklässler im Bezirk werden in diesem Jahr nicht in die Grundschule kommen, die eigentlich für sie zuständig ist.

Denn bei zwei Schulen im Bezirk gibt es das Problem, dass in ihrem Einzugsbereich mehr neue Schüler wohnen, als sie aufnehmen können.

Das betrifft noch eher moderat die Hausburg-Grundschule. Dort sind es nach Angaben des Schulamtes drei Kinder mehr als Plätze zur Verfügung stehen. Schwieriger ist die Situation im Einzugsbereich der Fichtelgebirge-Grundschule mit einem Überhang von 25. Für alle gilt: Sie werden jetzt auf andere Standorte verteilt.

Verteilung neu regeln

Alternativen zur Fichtelgebirge-Grundschule sind dabei vor allem die Hunsrück- und die Rosa-Parks-Schule. Mit der gezwungenermaßen neuen Verteilung wird teilweise schon jetzt die für 2018 vorgesehene Veränderung der Schuleinzugsbereiche in SO36 vorweggenommen. Wie berichtet, soll dabei vor allem die Fichtelgebirge-Schule entlastet werden. Die aktuellen Zahlen würden noch einmal zeigen, dass das dringend nötig sei, sagt Schulstadtrat Andy Hehmke (SPD).

Natürlich sorgt der aktuelle Verschiebebahnhof für Unmut bei den Betroffenen. Er habe eine Menge Widersprüche bekommen, berichtet der Stadtrat. Wer Leidtragender der Neuverteilung wurde, habe sich anhand festgesetzter Kriterien entschieden. Dazu zählte zum Beispiel die Frage, ob bereits Geschwister in der Schule sind. Ebenso die Wohnadresse und am Ende wohl auch das Los.

Eltern sind trickreich

Grundsätzlich sollte es aber so sein, dass ein Einzugsbereich im laufenden Aufnahmeverfahren nicht einfach verändert wird. Um das zumindest in anderen Gebieten zu gewährleisten, werden in vielen Grundschulen im Sommer keine Kinder aufgenommen, die von außerhalb kommen.

Denn der Versuch der Eltern, oft mit Hilfe von Tricks, einen Platz in der Wunschschule doch noch zu ergattern, ist auch nach den aktuellen Anmeldungen zu beobachten. In der Bezirksregion 1, dem nordwestlichen Kreuzberg, hätten die Grundschulen, laut Stadtrat, bisher nur eine Auslastung von 69 Prozent. In der Region 2, Kreuzberg Südwest, sind es 123 Prozent. tf
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