Harte Kost und leichte Stücke: Die vielfältige Theaterlandschaft zur Ferienzeit

"Das Verhör" gehört zu den Stücken, die in den kommenden Tagen auf dem Spielplan des Berliner Kriminaltheaters stehen. (Foto: Herbert Schulze)
 
Szenen des Thikwa-Tanzabends. (Foto: Peter Brutschin)

Friedrichshain-Kreuzberg. Wie wäre es wieder einmal mit einem Besuch im Theater? Gerade in der Ferienzeit gibt es dafür vielleicht eher eine Gelegenheit. Genug Auswahl und ein vielfältiges Repertoire bieten die Bühnen im Bezirk.

• Ballhaus Naunynstraße, Naunynstraße 27. Als "postmigrantisches Theaters" hat sich die Bühne einen Namen gemacht. Alltag und Probleme von Zuwanderern sind ihr Thema. Die neueste Inszenierung heißt "Jetzt bin ich hier" und hat am 6. April Premiere. Hier geht es um Jugendliche und ihren Platz in der Gesellschaft. Aufgeführt wird das Werk von der Nachwuchsgruppe "Akademie der Autodidakten". Weitere Vorstellungen gibt es zwischen 7. und 9. April, immer um 20 Uhr. Der Eintritt beträgt 7,50, ermäßigt fünf Euro. Weitere Infos: www.ballhausnaunynstrasse.de.

• Berliner Kriminaltheater, Palisadenstraße 48. Das ist die erste Adresse für nahezu alle Klassiker bekannter Kriminalwerke. Vom 1. bis 3. April stehen zum Beispiel "Das Verhör", "Mord im Pfarrhaus" sowie "Außer Kontrolle" auf dem Programm. Beginn ist an den Wochentagen jeweils um 20, Sonnabend 16 und 20, Sonntag um 18 Uhr. Die Karten kosten zwischen 19 und 36 Euro. Mehr zum Programm und den Stücken: www.kriminaltheater.de.

• English Theatre Berlin, Fidicinstraße 40. Wie der Name schon andeutet, hier wird auf der Bühne Englisch gesprochen. Die Themen der Aufführungen stammen allerdings oft aus der deutschen Gesellschaft. Auch bei dem Stück "The Most Unsatisfied Town", dessen Uraufführung am 7. April stattfindet. Es basiert auf der Geschichte des Flüchtlings Oury Jalloh, der bis heute unter mysteriösen Umständen 2005 in einer Polizeiwache in Dessau ums Leben kam. Zu sehen ist das Stück auch vom 8. bis 10., vom 13. bis 16 und 19. bis 22 April, immer ab 20 Uhr. Karten gibt es zwischen 7,70 und 15.40 Euro. Weiteres auf www.etberlin.de.

• Hebbel am Ufer (HAU), Stresemannstraße 29, Hallesches Ufer 32 und Tempelhofer Ufer 10. Das HAU besteht aus drei benachbarten Spielstätten. Auch hier werden oft zeitgenössische Probleme abgehandelt, oder, wie aktuell bei "Lessons of Leaking", in die Zukunft projeziert. Hier geht es um einen Volksentscheid, bei dem in Deutschland im Jahr 2021 über einen Austritt aus der Europäischen Union abgestimmt werden soll. Wenige Tage zuvor fallen einer PR-Agentin streng geheime Dokumente in die Hand. Die nächsten Aufführungen gibt es am 31. März und 1. April, jeweils um 19 und 21 Uhr im HAU 3. Eintritt: ab 16,50, ermäßigt zehn Euro. Eine vorherige Reservierung ist notwendig unter tickets@hebbel-am-ufer.de, www.hebbel-am-ufer.de.

• Theaterforum Kreuzberg, Eisenbahnstraße 21. Vergessene Stücke von Autoren des 20. Jahrhunderts wieder auszugraben, darauf hat sich diese Bühne spezialisiert. In jeder Spielzeit wird eine Inszenierung erarbeitet, aktuell ist das Eurydike von Jean Anouilh. Dazwischen gibt es Gastspiele. Vom 31. März bis 2. April tritt das Ensemble "dreifrauendietanzen" auf. Es zeigt sein Tanztheater "zu Hoch, zu Tief, zu Weit", ein Werk über Liebe, Verluste und Lebensmut. Beginn ist 20 Uhr. Eintritt: 14, ermäßigt zehn Euro. Homepage: www.tfk-berlin.de.

• Theater im Kino, Rigaer Straße 77 und Boxhagener Straße 18. Zwei Spielstätten, in denen sich nicht zuletzt hoffnungsvolle Nachwuchskräfte ausprobieren können. Und das nicht nur im Bereich Sprechkunst. Jeden Donnerstag, und damit auch am 31. März, gibt es am Standort in der Rigaer Straße den Musikabend "Thursday Sounds". Er beginnt um 21 Uhr und das bei freiem Eintritt. Mehr dazu online: www.theater-im-kino.de.

• Theater Thikwa, Fidicinstraße 40. Inklusion auf der Bühne. Bei Thikwa agieren Menschen mit einem Handicap gemeinsam, was bereits ein ganz anderes und oft außergewöhnliches Herangehen bedeutet. Aktuell bei der Inszenierung "Tanzabend 3 - Opposition", die am 30. März Premiere hat. Opposition heißt hier auch, sich bewusst jenseits einer eher konventionellen Choreografie zu bewegen. Die Thikwa-Performer treffen dabei auf Vertreter der Berliner und internationalen Tanzszene. Weitere Vorstellungen sind vom 31. März bis 2. April sowie vom 6. bis 9. April. Sie beginnen 20 Uhr. Karten gibt es für 14, emäßigt acht Euro. Mehr auf www.thikwa.de.

• Theater Verlängertes Wohnzimmer, Frankfurter Allee 91. Auch diese Bühne gilt als Sprungbrett und Experimentierfeld für junge Theatergruppen. Ein besonderes Genre sind Hörspielinszenierungen, zu denen auch "das goldene Amulett" gehört, das am 1. und 2. April gezeigt wird. Erzählt werden die Abenteuer eines Archäologenteams, das sich in Ägypten auf der Suche nach Kleopatras Grab befindet. Beginn ist 20 Uhr. Eintrittspreis: zehn, ermäßigt sieben Euro. Website: www.theater-verlaengertes-wohnzimmer.de.

• Zebrano-Theater, Sonntagstraße 8. Regelmäßiger Gast ist dort an jedem ersten Sonntag im Monat, das nächste Mal am 3. April, Sebastian Krämer mit seinem Club "Genie und Wahnsinn". Gleiches gilt am 6. April für die "Literatur im Tetrapack" der "Geschmacksverstärker". Sie präsentieren ihr Programm immer am ersten Mittwoch nach Monatsbeginn. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Die Karten für diese Shows kosten 16, ermäßigt elf, beziehungsweise 11, reduziert sieben Euro. Alles weitere auf www.zebrano.de. tf
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