Unterstützung für #metoo: Resolution gegen sexualisierte Gewalt

Friedrichshain-Kreuzberg. Unter dem Hashtag #metoo berichten Menschen momentan weltweit über ihre Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt und Sexismus.

Hinter die Kampagne, ausgelöst durch die Vorwürfe von sexueller Nötigung und Vergewaltigung in der US-Filmmetropole Hollywood, stellte sich bei ihrer Sitzung am 8. November auch die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg. In einer von Grünen und Linken eingebrachten Resolution, der die SPD beitrat, wird nicht nur eine hohe Zahl von Übergriffen beklagt, sondern auch zusätzliche Prävention und Unterstützung verlangt. Ebenso wichtig sei, das Schweigen zu brechen. In den gesamten Komplex ordneten die Verfasser auch das Thema Sexismus in der Werbung ein und verwiesen auf die aktuell laufende Kampagne "Rote Karte", bei der auf Reklame unter Diskriminierungsverdacht aufmerksam gemacht werden soll.

Der CDU ging das zu weit, weshalb sie der Resolution nicht zustimmte. Sexualisierte Werbung sei nicht gleichzusetzen mit dem wirklichen Problem sexualisierter Gewalt, eher werde letztere dadurch verniedlicht, meinte deren Fraktionsvorsitzender Timur Husein.

Für Sarah Jermutus (Bündnis 90/Grüne) gehört dagegen auch die visuelle Umsetzung mancher Kaufanreize in diesen Komplex. Sie würden zeigen, dass sich auch insgesamt im Alltag einiges ändern müsse. tf
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