Bezirk denkt über Verkleinerung des Turnhallen-Neubaus nach, weil das Geld fehlt

Berlin: ehemaliges Diesterweg-Gymnasium |

Gesundbrunnen. Die Ersatzsporthalle, die wegen des geplanten Wohnungsbauprojektes auf dem Gelände des seit dem Jahre 2011 leer stehenden Diesterweg-Gymnasiums an der Swinemünder Straße gebaut werden soll, könnte viel kleiner werden als ursprünglich vorgesehen.

Wie berichtet, hängt das Wohnungsbauprojekt für 360 preiswerte Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaft degewo und des privaten Nonprofit-Projektträgers ps wedding auf dem Sportplatzgelände des ehemaligen Diesterweg-Gymnasiums in der Putbusser Straße fest. Grund dafür ist eine Kostenexplosion der geplanten Neubauturnhalle auf dem benachbarten Schulhof der Vineta-Grundschule. Steht die Finanzierung dafür nicht, kann das Wohnungsbauprojekt nicht starten. Denn die degewo-Wohnungen können erst gebaut werden, wenn die alte Sporthalle abgerissen ist. Weil in Berlin Turnhallen besonders geschützt sind, darf der Abrissbagger erst anrücken, wenn die geplante Neubausporthalle auf dem benachbarten Schulhof der Vineta-Grundschule steht.

Der Senat hatte dem Bezirk im April 3,5 Millionen Euro für die Neubauhalle zugesagt; eine Millionen Euro wollte der Bezirk stemmen. 4,5 Millionen Euro lautete auch die bisherige Kalkulation. Doch im Sommer meldete der Bezirk eine Kostensteigerung von 3,9 Millionen auf 8,4 Millionen Euro. Der Senat will die Mehrkosten nicht übernehmen. Wie aus der Antwort einer Anfrage der Abgeordneten Katrin Lompscher (Die Linke) hervorgeht, muss der Bezirk etwaige Mehrkosten für den Hallenneubau in der Demminer Straße 27 tragen. Bisher gibt es nur Kostenschätzungen und noch nicht einmal einen geprüften Bauplan. Die für Hochbau zuständige Stadträtin Sabine Smentek (SPD) sagt, dass die Investitionsplanung erst im Frühjahr 2017 beschlossen wird. Sollte kein Geld da sein, müsse die Größe der Sporthalle reduziert werden. „Letzteres wollen wir im Interesse des Sports möglichst vermeiden“, sagt Smentek. Überlegungen seien dazu noch nicht abgeschlossen. Laut der Antwort von Wohnungsstaatssekretär Engelbert Lütke Daldrup auf die Abgeordnetenanfrage vom 23. September wird die Sporthalle nach den bezirklichen Planungen erst im Sommer 2022 baulich fertiggestellt. Die Bagger können also noch lange nicht anrücken. DJ
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