Sicherheit für Jugendkunstschulen: SPD will Schulgesetz ergänzen

Gemeinsam für die Kunst: Gerhard Hanke, Reinhard Hoffmann, Raed Saleh, Catherine Weber und Gerlinde Scholz. (Foto: Christian Schindler)
Berlin: Zitadelle Spandau |

Haselhorst. Die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus will die Jugendkunstschulen der Bezirke im Schulgesetz absichern.

Von wegen Ferien: In der Bastion Kronprinz der Zitadelle wuseln Kinder um Skulpturen, erproben Perspektiven an Leinwänden, oder experimentieren mit den Inhaltsstoffen von Farben. Die Ferienangebote der Kunstbastion, wie die Spandauer Jugendkunstschule wegen ihres Sitzes auf der Zitadelle heißt, erfreuen sich großer Beliebtheit.

Doch nicht nur zur Ferienzeit haben Gerlinde Scholz und Catherine Weber, die beiden Leiterinnen, alle Hände voll zu tun. Knapp 300 Schüler besuchen im Schnitt 680 Werkstattplätze in 56 Kursen. Einmal jährlich bestücken sie eine große Ausstellung in den unteren Bastionsräumen. Der damit verbundene Spandauer Jugendkunstpreis ist schon lange Tradition.

Der Mitbegründer der Kunstbastion, Reinhard Hoffmann, hat zudem eine weitere Tradition begründet: In der Kunstbastion können Schüler Bewerbungsmappen für ein Kunststudium erarbeiten. So kommt es, dass der eine oder andere professionelle Künstler, der auf der Zitadelle ausstellt, seinen Weg in der Kunstbastion begann.

Die Berliner Jugendkunstschulen sind allerdings bisher eine freiwillige Dienstleistung der Bezirke. Wird das Geld knapp, oder fehlt es an Personal, könnten sie auch wegfallen.

Bildungsstadtrat Gerhard Hanke (CDU) sieht diese Gefahr in der Zitadellenstadt nicht: „Hier haben immer alle Kommunalpolitiker hinter der Kunstbastion gestanden.“ Gleichwohl möchte der SPD-Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, Raed Saleh, die Jugendkunstschule im Schulgesetz verankern. Dann müsste auch im Berliner Haushalt ein Titel dafür geschaffen werden, der nach Salehs Schätzung im einstelligen Millionenbereich liegen könnte. Dafür hat er dann auch die Unterstützung von Gerhard Hanke. CS
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