Ausschussmitglieder treffen sich zur ersten Sitzung nach der Sommerpause

Das Bebauungsplanverfahren für die Hochhäuser von Agromex muss nach der geänderten Baunutzungsverordnung umgestellt werden. (Foto: Pysall Architekten)

Treptow-Köpenick. Am 3. September haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtplanung und Tiefbau nach der Sommerpause das erste Mal getroffen.

Nach dem Brand im Spreepark vor wenigen Wochen informierte Stadtrat Rainer Hölmer (SPD), dass derzeit das Areal gesichert wird. Das Interesse an einer Zwischennutzung sei gering. "Bei Veranstaltungen müssten die Kosten für einen Sicherheitsdienst vom Veranstalter getragen werden", erläuterte er. Auf Nachfrage teilte der Stadtrat dann noch mit, dass für den Bezirk eine Nutzung als Wohnungsbaustandort nicht infrage kommt.

Der Einbau der Straßenentwässerung im Bereich der Schranke an der Oberspreestraße ist schwierige als angenommen. Dadurch ist es zu Verzögerungen gekommen. Parallel zu diesen Arbeiten baut der Bezirk im Bereich der Bundeswehrdienststelle die Zufahrt zu Standort um. Dort entstehen auf Wunsch der Bundeswehr zwei Abbiegespuren und eine neue Zufahrt. Diese Arbeiten sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein.

Rund zwei Wochen nach der Abstimmung über gebührenpflichtiges Parken erinnerte der Linke-Bezirksverordnete Ernst Welters an das deutliche Ergebnis: "Die Bürger haben die vom Bezirk angebotene Lösung nicht angenommen. Als Schlussfolgerung sollten wir über weitere, intelligente Lösungen zum Parken nachdenken. Ich schlage vor, das in den Fraktionen und mit Behörden und Bürgern zu beraten."

Dann standen gleich zwei Bebauungspläne für Bereiche am Spreeufer in Alt-Treptow zur Diskussion. Die Verfahrensweise für zwei Bebauungspläne muss geändert werden. "Sie müssen auf die 2013 geänderte Baunutzungsverordnung umgestellt werden", teilt Ute Löbel vom Fachbereich Stadtplanung mit. Derzeit wird deshalb die im Baugesetz vorgeschriebene Beteiligung der Träger öffentlicher Belange wiederholt. Danach erfolgt die öffentliche Auslegung der Unterlagen, in deren Rahmen auch Anwohner Meinung und Bedenken einbringen können.

Geplant werden nach wie vor von der Firma Agromex zwei bis zu 110 Meter hohe Wohnhochhäuser und ein gut 60 Meter hoher Hotelturm auf der letzten freien Brache zwischen Spree und Fanny-Zobel-Straße. Bereits bei der ersten Vorstellung des Projekts vor zwei Jahren hatten sich fast alle Ausschussmitglieder positiv zu dem Agromex-Projekt geäußert. Der Investor hat bereits versprochen, dass es im Rahmen der Auslegung der Bebauungsplanunterlagen eine weitere Bürgerversammlung geben wird.


Ralf Drescher / RD
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