Baulücken werden geschlossen: Anträge für 460 Wohnungen eingegangen

Auf der Brache an der Bergaustraße sollen 68 Wohnungen für Studenten entstehen. (Foto: Ralf Drescher)

Treptow-Köpenick. Berlin – und damit auch der Bezirk Treptow-Köpenick – wächst. Und die Hinzugezogenen brauchen Wohnungen. Gebaut wird deshalb auch auf kleineren Brachen und in Lücken, die der Zweite Weltkrieg oder die Abrissbirne hinterlassen haben.

Allein von Mitte Juli bis Mitte August sind acht neue Anträge für Wohnungsbauvorhaben beim bezirklichen Stadtplanungsamt eingegangen. Hinter den Anträgen stehen rund 460 Wohnungen und eine Investitionssumme von über 50 Millionen Euro.

Beispielgebend ist das Bauvorhaben an der Bergaustraße/Ecke Eichbuschallee im Ortsteil Plänterwald. Hier stand bis 2014 ein Nahkauf-Markt, der dann einem Brand zum Opfer fiel. Über ein Jahr lang ärgerten sich Anwohner über die hässliche und stinkende Ruine – die Berliner Woche berichtete – im Februar vorigen Jahres wurde die Ruine dann abgerissen. Mitte August hat nun ein privater Investor den Bauantrag eingereicht. Geplant sind für 3,5 Millionen Euro 68 Einzimmerwohnungen und 16 Pkw-Stellplätze in einem Viergeschosser, der L-förmig an Bergaustraße und Eichbuschallee anschließt. Die geplanten Wohnungen sind 33 bis 50 Quadratmeter groß, zwei Drittel sind barrierefrei. „Der Investor wird die Wohnungen wohl Studenten anbieten. Auf der anderen Straßenseite gibt es ja bereits eine Wohnanlage für Studenten“, teilt der zuständige Stadtrat Rainer Hölmer (SPD) mit.

Weitere Bauvorhaben, für die in den vergangenen Wochen Bauanträge eingegangen sind: In der Rathenaustraße 25 in Oberschöneweide sollen zwei Wohngebäude mit 16 Wohnungen entstehen. Das drei Millionen Euro teure Vorhaben eines privaten Investors ist auf Familien mit Kindern ausgerichtet. In der Edisonstraße 42 im gleichen Ortsteil soll ein Hinterhaus errichtet werden, geplant sind 17 Wohnungen für 2,1 Millionen Euro.

Auf dem früheren Telekomgelände an der Köpenicker Bahnhofstraße plant ein privater Investor einen Sechsgeschosser mit 33 Wohnungen. Die Baukosten sollen 4,1 Millionen Euro betragen. Das kommunale Wohnungsunternehmen Degewo hat einen Antrag für ein Bauvorhaben in der Mahlower Straße eingereicht. Hier soll der Blockrand mit 101 Wohnungen geschlossen werden, die Baukosten sind mit 9,3 Millionen Euro veranschlagt.

Und in der Grünauer Regattastraße 11 investiert ein privater Bauherr rund 20 Millionen Euro in vier Gebäude mit insgesamt 110 Wohnungen. Im Rahmen des Projekts Wohnen am Campus werden in der Adlershofer Newtonstraße 42 Wohnungen für 6,9 Millionen Euro vom kommunalen Unternehmen Howoge errichtet. RD
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