Leben ohne Heimat: Zentrum für Demokratie zeigt den Film "Wadim"

Berlin: Café Köpenick |

Köpenick. Das Zentrum für Demokratie präsentiert in Kooperation mit dem Kreisjugendring am Donnerstag, 20. August, ab 20 Uhr den Dokumentarfilm „Wadim“.

Carsten Rau und Hauke Wendler, die schon „Willkommen auf Deutsch“ produziert haben, setzen sich in ihrem Film mit der Geschichte einer Familie auseinander, die jahrelang mit einer Duldung in der Bundesrepublik lebte. Bei der geplanten Abschiebung 2005 begeht die Mutter einen Selbstmordversuch, der 18-jährige Wadim wird allein in die Heimat seiner Eltern Lettland abgeschoben. Es beginnt für ihn die Suche nach einem Zuhause ohne seine Familie in einem Land, das er nicht kennt. Bei einem illegalen Besuch in Hamburg im Januar 2010 nimmt Wadim sich das Leben.

Der Film zeigt exemplarisch an Einzelschicksalen die Ängste und Lebenssituation jener laut Pro Asyl mehr als 87 000 Menschen in der Bundesrepublik auf, die mit einer Duldung leben. Dies bedeutet, dass die Abschiebung aus verschiedenen Gründen nicht durchgeführt werden kann. Viele Geflüchtete leben seit Jahren mit dieser unsicheren Art des Aufenthalts. Geduldete unterliegen der Residenzpflicht und haben nur sehr eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt.

Zu sehen ist der Film im Garten des Café Köpenick, Seelenbinderstraße 54. Der Eintritt ist frei. RD
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