Diskussion als Protest: Schule will weniger Erstklässler

Kreuzberg. In der Aula der Hunsrück-Grundschule, Manteuffelstraße 79, findet am 13. April eine Podiumsdiskussion statt.

Der Hintergrund sind die zusätzlichen Schüler, die dort aufgenommen werden sollen. Das Schulamt will in diesem, wie schon im vergangenen Jahr vier erste Klassen einrichten. Davor waren es drei. Nach Ansicht einer Elterninitiative wird damit das erfolgreiche Konzept der Schule gefährdet.

Es sei dann nicht mehr genügend Platz für jahrgangsübergreifendes Lernen sowie die vielen Freizeitangebote vorhanden. Gerade damit habe die gebundene Ganztagsschule aber zuletzt weit über Berlin hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt.

Die Schule sei für vier Züge pro Jahrgang ausgelegt und die werden jetzt auch benötigt, sagt der zuständige Stadtrat Dr. Peter Beckers (SPD). Schon allein, um keine Defizite bei der Kosten- und Leistungsrechnung zu erwirtschaften.

Dass Kinder lediglich als "Stückkosten" definiert werden und die pädagogische Betreuung keine Rolle spielt, bringt wiederum die Eltern auf die Palme. Sie haben deshalb auch Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres und ihren Staatssekretär Mark Rackles (beide SPD) zu der Veranstaltung eingeladen. Ob sie kommen werden ist noch fraglich. Peter Beckers wird an der Diskussion teilnehmen. Sie beginnt um 17 Uhr.


Thomas Frey / tf
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