Vogelgrippe: Kreuzberg ist Sperrgebiet

Berlin: Baerwaldbrücke |

Kreuzberg. Die Geflügelpest oder Vogelgrippe hat den Bezirk erreicht.

Am 18. November wurde zunächst ein toter Schwan auf Höhe der Baerwaldbrücke aus dem Landwehrkanal geborgen. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz sei bei dem Tier das sogenannte H5N8-Virus festgestellt worden, ein Subtyp der Geflügelpest.

Weitere rund ein halbes Dutzend verendete Vögel fanden sich einen Tag später, ebenfalls vor allem im Bereich des Landwehrkanals, zum Beispiel an der Mehringbrücke. Als Konsequenz gelten seither für Kreuzberg sowie Teile von Friedrichshain die Vorgaben eines Sperrgebiets. Es hat einen Radius von drei Kilometern um dem Fundort und ist zunächst für 21 Tage eingerichtet.

In diesem Bereich dürfen unter anderem Vögel und Bruteier aus dem Bestand nicht an einen anderen Ort gebracht werden. Gewerblich gehaltenes Geflügel wird regelmäßig klinisch und falls notwendig auch virologisch untersucht.

Neben Besitzern von Federvieh sind aber auch andere Bewohner der Sperrzone von Einschränkungen betroffen. Vor allem Menschen, die einen Hund oder eine Katze haben. Sie müssen sicherstellen, dass die Tiere dort nicht frei herumlaufen.

Bereits vor dem Fund der toten Vögel hatte die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht Friedrichshain-Kreuzberg unter anderem eine Stallpflicht angeordnet. Die Ställe müssen gegen das Eindringen zum Beispiel von Wildvögeln gesichert sein, an ihren Eingängen ist für eine Desinfektion, etwa für die Schuhe, zu sorgen. Ebenso ist auf entsprechende Schutzkleidung zu achten.

Neben dem Sperrbezirk gibt es noch ein Beobachtungsgebiet. Es umfasst einen Umkreis von zehn Kilometern, ausgehend vom Landwehrkanal und damit die gesamte Berliner Innenstadt.

Wer weitere tote Tiere entdeckt wird gebeten, das unverzüglich bei der Berliner Feuerwehr,  112, zu melden. Und natürlich gilt: Die Vögel nicht anfassen.

Eine Übertragung des aktuellen Erregers auf Menschen ist zwar bisher nicht nachweisbar, wohl aber die, möglicherweise auch indirekte Übertragung auf weiteres Geflügel. tf
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