Friesenstraße wird enger und bekommt eine Asphaltdecke

Radfahrer kämpfen sich über das Kopfsteinpflaster der Friesenstraße. (Foto: Thomas Frey)
Berlin: Friesenstraße |

Kreuzberg. Das Kopfsteinpflaster in der Friesenstraße soll verschwinden. Die Fahrbahn wird gleichzeitig auf eine Breite zwischen sechs und 6,5 Meter eingeengt.

Diese Pläne wurden den Anwohnern und Interessierten kürzlich bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Dass die Straße jetzt einen Asphaltbelag bekommt, wurde zwar allgemein begrüßt. Am Hauptproblem, dem Lärm durch den hohen Verkehr, ändere das aber nichts, so mehrere Einwände.

Wünsche, die Verbindung für den Durchgangsverkehr zu sperren oder die Fahrt über diesen Schleichweg zumindest zu erschweren, haben aber keine Chance, wie nicht nur Horst Wohlfarth von Alm von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung deutlich machte. Bei der Friesenstraße handle es sich um eine sogenannte Ergänzungsstraße 4. Und an diesem Status werde sich auch nichts ändern. Schon wegen der Buslinien, die durch die Friesenstraße führen.

Die „Großen Gelben“ sind auch der Grund, warum die Straße um die sechs Meter breit sein muss. Denn unter dieser Marke könnten die Busse nicht mehr passieren. Aber nicht nur der BVG-Linienverkehr sei dort regelmäßig unterwegs, merkten Anwohner an. Sondern auch Überlandbusse, etwa von Berlin nach Leipzig.
Dass der Asphalt zu schnellerer Fahrt verleite, war eine weitere Befürchtung. Schon jetzt werde Tempo 30 häufig nicht beachtet.

Das bestritten die Amtsvertreter: 98 Prozent der Verkehrsteilnehmer würden sich an die Geschwindigkeit halten. Damit dass nach dem Umbau so bleibe, werde man bewusst keine Radspur anlegen. Vielmehr sollen sich die Zweiräder im übrigen Verkehr bewegen , was ebenfalls zu einer geringeren Geschwindigkeit beiträgt.

Die Pläne für den Umbau sollen in diesem Jahr fertiggestellt werden, sagt Tiefbauamtsleiter Helmut Schulz-Herrmann. Gebaut wird dann voraussichtlich im kommenden Jahr. tf
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