Rewe-Markt am S-Bahnhof: Bezirk und Konzern noch uneins über Fassade

Rewe hat an der Stelle des ehemaligen Eingeschossers und des Parkplatzes an der Fritz-Reuter-Straße mit Planierarbeiten begonnen. (Foto: hari)

Mahlsdorf. Am Rewe-Markt am S-Bahnhof Mahlsdorf tut sich etwas. Es wird gebaggert und planiert. Wann aber mit dem Baubeginn für den neuen Markt zu rechnen ist, steht noch nicht fest. Einen Termin gibt es nicht.

Die Bagger- und Planierarbeiten finden nur auf dem Gelände des abgerissenen Eingeschossers an der Hönower Straße und des Rewe-Parkplatzes an der Fritz-Reuter Straße ab. Sie sind aber dennoch Bestandtteil der Vorbereitungen für den Neubau des Marktes. „Für die Räumarbeiten brauchen wir keine Baugenehmigung“, sagt Thomas Löschmann, Expansionsbeauftragter bei Rewe. Der Bauantrag werde in Kürze gestellt. Er hoffe, dass das Bezirksamt die Baugenehmigung bis Ende des Jahres erteilen werde. Es gebe noch Abstimmungsbedarf zur Fassade des neuen Markt-Gebäudes.

Den Entwurf für seinen neuen Markt hatt der Konzern erstmals 2011 vorgestellt. Es handelte sich um einen hallenartigen Typenbau mit großer Glasfassade. Das Bezirksamt lehnte den Entwurf ab. Der Neubau solle sich in der Gestalt an das Umfeld am S-Bahnhof angleichen. Der Wunsch war, die Fassade zu verklinkern, sodass diese zum S-Bahnhof passt.

Wie weit die Diskussionen unter anderem zu dieser Frage fortgeschritten sind, ist bisher nicht bekannt. Über die noch vorliegenden Streitpunkte schweigen sich beide Seiten aus. Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) beantwortete Anfragen der Berliner Woche zum Stand der Gespräche bis Redaktionsschluss nicht.

Für den Rewe-Markt läuft ein sogenanntes vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren. Auch dieses Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Dazu bedarf es zudem eines Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung. Erst nach einem solchen Beschluss kann das Bezirksamt eine Baugenehmigung erteilen.

Wenn das Bezirksamt dem Bauantrag zustimmt, wird Rewe zunächst an der Stelle des Eingeschossers an der Hönower Straße einen Viergeschosser bauen. In diesem soll zeitweise der Verkauf der Rewe-Produkte erfolgen, bis die Kaufhalle abgerissen und der neue Markt errichtet ist. Der neue Rewe-Markt könnte zum Jahreswechsel 2018/19 fertig sein, wenn die Baugenehmigung bis Ende des Jahres tatsächlich vorliegt. hari
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