Russische Landschaften von Vitaly Deev im Kulturhochhaus

Auch in Marzahn zückt Vitaly Deev seinen Skizzenblock, um ein Motiv aufzunehmen. (Foto: hari)
Berlin: Kulturhochhaus Marzahn |

Marzahn. Wer sich schon jetzt nach Schnee und Eis sehnt, der sollte das Café des Kulturhochhauses an der Wittenberger Straße aufsuchen. Hier hängen Arbeiten des Malers Vitaly Deev. Die meisten der Aquarelle zeigen den sibirischen Winter.

Vitaly Deev wurde 1941 in einem kleinen Dorf im Ural geboren, dem Grenzgebirge zwischen Russland und Sibirien. Sein Berufsleben bestritt er als Lehrer für Bildende Kunst.

Deevs Lieblingsmotive sind Landschaften und Stillleben, die er gegenständlich und naturalistisch abbildet. Der Betrachter profitiert vom genauen Auge des Malers und wird durch dessen Kunst mit in die Landschaften genommen.

Die Arbeiten im Hochhauscafé führen die Besucher durch alle Jahreszeiten, die meisten aber stellen den Winter dar. Sie sind eine Auswahl eines umfangreichen Lebenswerkes, das Deev schon vor seiner Übersiedlung nach Deutschland im Jahr 2011 schuf. Seitdem lebt er zusammen mit seiner Frau in Marzahn. Das Paar folgte seiner Tochter, die bereits 2006 endgültig nach Deutschland kam. „Wir wollten unserer Tochter nahe sein“, erklärt Deev.

Auch in Marzahn arbeitet der Rentner unermüdlich weiter. Er macht gewöhnlich Skizzen in der Natur oder den Hochhausschluchten. Das Skizzierte wird zu Hause größer und genauer erneut zu Papier gebracht. Meist sind die Skizzen schon farbig.

Deev hat ein starkes Gefühl für seine russische Heimat. Das sieht man den Werken im Kulturhochhaus auch an. Aber die Landschaften Brandenburgs mit ihrer ganz andersartigen Natur sind ihm lieb geworden, faszinieren ihn. „Es ist hier flacher, aber auch vielfältiger“, erläutert er.

„Wir planen eine ganze Reihe von Ausstellungen mit Bildern zu unterschiedlichen Themen von Vitaly Deev“, sagt die Leiterin des Kulturhochhauses, Marina Bikádi. Zudem sei sie mit ihm über Kunstkurse, die er im Kinderkeller geben könnte, im Gespräch. hari

Die Ausstellung „Jahreszeiten in der russischen Natur“ ist bis zum 16. Dezember im Kulturhochhaus, Wittenberger Straße 85,  93 77 20 52, Mo-Fr, 10-18 Uhr.
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