Stefan Komoß wirbt auf einer Journalisten-Rundreise für Marzahn-Hellersdorf

Auf dem Dach eines Hochhauses im Blumberger Damm schwärmte Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) von seinen grünen Bezirk. (Foto: hari)

Marzahn-Hellersdorf. "Der Bezirk ist anders als man ihn aus den Medien gemeinhin kennt." Diesen Satz spricht Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) immer dann, wenn der Bezirk mal wieder in die Negativ-Schlagzeilen gerückt ist.

Kürzlich wiederholte Komoß ihn und zwar direkt vor Medienvertretern. Das Bezirksamt hatte Journalisten zu einer Rundreise eingeladen, um die besseren Seiten des Berliner Randbezirkes zu zeigen. Denn das Bild von Marzahn-Hellersdorf ist in den Medien bundesweit immer noch von Ausländerfeinden und sozialen Problemen geprägt.

Angekündigt waren auf der Journalistentour die "besten und grünen Aussichten". Der Einladung folgten Reporter und Fotografen von rund einem Dutzend Zeitungen überwiegend aus der Hauptstadt.

Das Bezirksamt legte den Schwerpunkt auf die Fördermöglichkeiten für Kinder, Jugendliche und Familien. Erste Station war die Caspar-David-Friedrich-Schule. In der künstlerisch betonten Oberschule stellten Lehrer, Betreuer und Schüler ein Kernelement des Masterplanes Arbeit und Ausbildung des Bezirksamtes vor. Ziel des ambitionierten Planes von Bürgermeister Stefan Komoß ist es, die Jugendarbeitslosigkeit bis 2016 gegen Null zurückzudrängen. Ein Eckpunkt ist das Coaching von Jugendlichen in den Schulen zur Berufswahl.

Eine weitere Station der Rundfahrt war das "Haus Aufwind" in der Nossener Straße. In dem vom Jugendwerk Aufbau-Ost betriebenen Kinder- und Familienzentrum gibt es von der sozialpädagogischen Beratung bis zum Familienkochkurs zahlreiche Angebote. Das Kiez um die Nossener Straße ist sozialer Brennpunkt.

Im Don-Bosco-Zentrum am S-Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße finden Jugendliche mit Problemen an sieben Tage in der Woche täglich 24 Stunden Ansprechpartner. Neben der Hilfe bei persönlichen Krisen und Angeboten für die Freizeit werden aus dem Tritt gekommene Jugendliche durch Arbeit auf die Anforderungen auf den Arbeitsmarkt vorbereitet.

Auf wirklich "grüne Aussichten" wie im Programmtitel angekündigt, musste die Journalistenschar bis zum Ende warten. Doch der sich dann eröffnende Blick war einmalig. Bürgermeister Stefan Komoß nutzte das Dach eines Hochhauses im Blumberger Damm, um auf den Bezirk mit seinen zahlreichen Parks, Grünflächen und die Gärten der Welt zu schwärmen. Und natürlich setzt das Bezirksamt auf die Gärten und vor allem die IGA 2017, um das Image des Bezirks zu verbessern.


Harald Ritter / hari
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.