Siegerentwurf gekürt: Teure Neubauten am Schinkelplatz

Mit Blick zur Friedrichwerderschen Kirche: Der Siegerentwurf für das Boarding House und die Wohnhäuser an der Niederlagstraße. (Foto: Büro Hemprich Tophof)

Mitte. Zwischen Friedrichwerderscher Kirche und Bauakademie-Attrappe haben Stararchitekten Wohn- und Geschäftshäuser entworfen - mit die teuersten der Stadt. Das künftige Stadtschloss, Friedrichwerdersche Kirche und Außenministerium als direkte Nachbarn - eine exklusivere Lage zum Wohnen gibt es wohl kaum.

Jetzt hat Frankonia Eurobau, Projektentwickler und Spezialist für Premiumimmobilien, gemeinsam mit Senatsbaudirektorin Regula Lüscher die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs vorgestellt.

Auf der Brache zwischen Bauakademie und Kirche wird ab Frühjahr 2015 ein Gebäudeensemble in zur Straße Unter den Linden hin offener U-Form gebaut. Die geschlossene Seite gegenüber dem Auswärtigen Amt wird nach den Entwürfen des Madrider Stararchitekten Rafael Moneo gestaltet.

Direkt am Schinkelplatz bauen Charlotte Frank und Axel Schultes, der auch das Bundeskanzleramt entworfen hat, Häuser aus hellem Naturstein mit riesigen Fenstern und halbrunden Balkonen mit Glasbrüstungen. Von den Wohnungen hat man einen Blick auf das neue Stadtschloss. Die oberen sollen bis zu 20 000 Euro pro Quadratmeter kosten und damit zu den teuersten der Stadt gehören.

Das Berliner Architekturbüro Hemprich Tophof hat den dritten Wettbewerbsteil für die Häuser an der Niederlagstraße gewonnen. Besitzer dieser Wohnungen blicken direkt auf die Kirche. Das Gebäude am südlichen Ende steht nur wenige Meter von ihr entfernt. Frankonia-Chef Uwe Schmitz versicherte bei der Vorstellung des Luxusprojekts, dass er allen erdenklichen Aufwand betreiben werde, damit Schinkels Kirche nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Durch den Bau der Kronprinzengärten auf der anderen Seite war es bereits zu Rissen in der Kirche gekommen. Das Amt verhängte einen Baustopp. Nach knapp einjährigen Sicherungsarbeiten an den Fundamenten der Kirche laufen die Bauarbeiten weiter.

Insgesamt sind in dem Luxus-Gebäudeensemble 50 Eigentumswohnungen geplant, die sich auf 4800 Quadratmeter verteilen. Dazu kommen 3700 Quadratmeter Gewerbeflächen für Büros sowie Läden und Restaurants im Erdgeschoss. Der Vertrieb hat noch nicht begonnen. Ob es bereits Wartelisten oder Reservierungen gibt, wollte der Investor nicht sagen.

Die Siegerentwürfe und Modelle sind bis zum 5. Juli täglich 12 bis 20 Uhr in der Bauakademie ausgestellt.

Dirk Jericho / DJ
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