Bezirk gibt leerstehendes Haus in der Adalbertstraße zurück

Mitte. Die seit Jahren ungenutzte DDR-Plattenbau-Schule in der Adalbertstraße wird doch nicht reaktiviert. Auf der Bezirksverordnetenversammlung am 24. Oktober will Schulstadtrat Ulrich Davids (SPD) über den aktuellen Stand berichten. Davids war bei Redaktionsschluss noch im Urlaub. Sein Schulamtsleiter Stefan Busse wollte vor der BVV-Debatte keine näheren Informationen geben.

Der Plattenbau ist völlig marode und steht seit einigen Jahren leer. Weil die Schule nicht mehr benötigt wurde, hatte der Bezirk die Immobilie an den Liegenschaftsfonds (Lifo) abgegeben. Das Bezirksamt wollte den Schulstandort im Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt wiederbeleben. Deshalb konnte der Lifo das Haus "nicht für befristete Zwischennutzungen zur Verfügung stellen", wie Lifo-Sprecherin Irina Dähne sagte. Obwohl das Schulgebäude gerade erst am 1. Oktober wieder an den Bezirk übertragen wurde, will das Schulamt das Haus erneut an den Lifo abgeben. Details zu diesem Hin und Her bei der Adalbertstraße-Schule will Davids am 24. Oktober erläutern. Beim Lifo ist man verärgert über den Hickhack. "Leerstand schadet jeder Immobilie, er verursacht Sicherungskosten, zieht Vandalismus an und verärgert die Anwohner", so Dähne. Wegen der guten Lage gebe es viele Interessenten für das Grundstück. "Der Standort eignet sich für Wohnen und die Übernahme durch eine städtische Wohnungsbaugesellschaft", sagte Dähne. Im Rahmen der neuen Liegenschaftspolitik werde jetzt entschieden, "ob das Schulgrundstück beim Land oder Bezirk verbleibt oder einer anderen Nutzung zur Verfügung gestellt werden soll."


Dirk Jericho / DJ
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