Die Berliner Woche blickt zurück (Ausgabe Tiergarten)

Runder Geburtstag mit dem Alten Fritz: Die KPM feierte ihren 250. Geburtstag mit mehreren Ausstellungen. (Foto: Liptau)
 
Anwohner kümmern sich selbst um ihre Straße, wie in der Waldstraße Alex Kujus (links) und Ulrich Biskup mit seinen Töchtern Josa und Jule. (Foto: Liptau)

Mitte. 2013 geht zu Ende. Die Berliner Woche hat Sie über Ereignisse in den Ortsteilen informiert, Probleme aufgegriffen und Menschen vorgestellt. Jetzt ist es Zeit für einen Rückblick.

Januar

Das Bezirksamt startet mit einer miserablen Nachricht ins Jahr: Auch der zweite Haushaltsentwurf wurde abgelehnt. Damit verliert der Bezirk seine Finanzhoheit. Ein weiterer Dauerbrenner kündigt sich gleich zu Jahresbeginn an: Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) will den östlichen Großen Tiergarten aus Sicherheitsgründen dauerhaft einzäunen lassen. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) stimmt später dagegen, der Stadtrat hält dennoch an den Plänen fest.

Februar

Ende eines jahrelangen Kampfes: Die Wohnbauten am Lützowplatz des Architekten Oswald Maria Ungers werden abgerissen.

März

Schlechte Zeiten für Leseratten: Wegen akuten Personalmangels müssen die Öffnungszeiten der Kurt-Tucholsky-Bibliothek in Moabit-West und der Stadtteilbibliothek in Tiergarten Süd-auf wenige Stunden pro Woche reduziert werden. Inzwischen hat sich die Lage wieder entspannt, eine langfristige Lösung für die beiden Standorte gibt es aber noch nicht.

April

Niederlage vor Gericht: Die Mieter des Wohnhauses in der Calvinstraße 21 müssen die Zustände in und um ihr Haus hinnehmen. Das Landgericht entschied, dass sie trotz der Dauerbaustelle die Miete nicht kürzen durften. Schlechte Nachrichten auch fürs Stadtbad Tiergarten: Das Abgeordnetenhaus und der Bäder-Aufsichtsrat stimmten gegen die Errichtung eines Außenbeckens in der Seydlitzstraße.

Mai

Das ehemalige Hertie-Kaufhaus ist nach umfangreicher Sanierung neu eröffnet worden. 25 Millionen Euro hat die MIB AG investiert, Geschäfte gibt es jetzt nur noch im Unter-, Erd- und ersten Obergeschoss.

Juni

Große Freude im Süden: Der westliche Teil des Gleisdreiecksparks wurde im Frühsommer eröffnet. Vor allem die Wohngebiete östlich der Potsdamer Straße sind damit direkt an eine neun Hektar große Grünfläche angeschlossen. Streng genommen gehört das Gebiet allerdings zu Kreuzberg.

Juli

Die Planungen für die Umgestaltung des östlichen Teils des Kleinen Tiergartens zwischen Stromstraße und St. Johanniskirche mussten im Frühsommer auf Eis gelegt werden. Die Senat hatte davor gewarnt, dass er eventuell an den Rändern des Geländes in einigen Jahren eine Tramlinie bauen würde. Nachdem diese Gedankenspiele vom Tisch waren, endete die offizielle Bürgerbeteiligung mit einer großen Runde in der Heilandskirche.

August

Überall fleißige Helfer: In der Waldstraße rufen Anwohner zu einer großen Putz- und Verschönerungsaktion des Mittelstreifens auf. Auch in der Emdener Straße sind die Nachbarn aktiv und bekommen später sogar den Titel "Schönste Straße Deutschlands" verliehen.

September

Jubiläumsstimmung zwischen Porzellantässchen: Die Königlich Preußische Porzellanmanufaktur (KPM) am S-Bahnhof Tiergarten wurde 250 Jahre alt. Dazu gab es gleich mehrere Sonderausstellungen.

Oktober

Dann doch noch gute Nachrichten: Nachdem die Mieter der Calvinstraße im Frühjahr einen wichtigen Prozess verloren hatten, erzielten sie nun einen Etappensieg: Die Ankündigung der "Luxussanierung", wie sie vom Eigentümer ausgesprochen wurde, muss von den Bewohnern nicht hingenommen werden. Sie können also zunächst in ihren Wohnungen bleiben.

November

Ulrich Davids schmeißt hin: Der für das Mammutressort Bildung, Jugend und Facility Management zuständige SPD-Stadtrat hat für den Jahreswechsel seinen Rücktritt angekündigt. Als Grund nannte er vor allem die rigiden Sparvorgaben, die politische Gestaltung unmöglich machen würden.

Dezember

Der zweite große Abschnitt des Kleinen Tiergartens wird nach der Umgestaltung eröffnet. Gleichzeitig laufen die Proteste gegen die Pläne für den dritten Abschnitt auf Hochtouren. Das Thema wird den Kiez also auch 2014 beschäftigen.


Ralf Liptau / flip
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