Volker Hassemer liegt die Zukunft der Hauptstadt am Herzen

Volker Hassemer leitet die Stiftung Zukunft Berlin. (Foto: Hahn)

Berlin. Er ist ein Visionär. Einer, der Menschen begeistern kann. Der etwas erreichen will für Berlin. Und der mit der Stiftung Zukunft Berlin eine ganze Menge erreicht hat. Am 20. Januar wurde Volker Hassemer 70 Jahre alt.

13 Jahre nahm er als Senator Einfluss auf die Geschicke Berlins. Seit 2006 tut er das Gleiche mit der Stiftung Zukunft Berlin. Stifter ist der Unternehmer Dieter Rosenkranz, Volker Hassemer ist Vorsitzender des Vorstandes.

Sein Motiv: Wichtige Entscheidungen für die Zukunft Berlins sollen nicht allein der Politik überlassen bleiben. Er will Bürger mit Politikern und anderen Entscheidern zusammenbringen

Dialog ist für ihn aber nie Selbstzweck. Reden muss in Handeln münden. Wer sich mit Volker Hassemer auf einen Meinungsaustausch einlässt, erhält immer auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen.

Auf diese Weise hat er in der Stiftung an die 300 engagierte Bürger um sich geschart. Die beschäftigen sich mit der Entwicklung der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg, dem Wasser, dem Humboldt-Forum. Und mit der Gastfreundschaft in der Stadt. Daraus entstand zum Beispiel die Initiative "Wir Berlin", die seit drei Jahren den Aktionstag "Mach mit! Für ein schönes Berlin" organisiert. Ganz wichtig ist Volker Hassemer, dass die Bürger frühzeitig in die Vorbereitung von Planungs- und Entscheidungsprozessen einbezogen werden. Damit dies funktioniert, wurden unter seiner Federführung fünf Grundsätze der bürgerschaftlichen Mitverantwortung entwickelt.

Diese sind eine Art Verhaltenskodex für den Dialog auf Augenhöhe zwischen Bürgern, Politikern und Verwaltung. Sie sollen helfen, Missverständnisse und Irritationen zu vermeiden.

Dabei geht es dem Stiftungs-Chef nicht um eine Schwächung der Politik: "Die Positionen der Bürger bereichern die Entscheidungen der Politiker, sie stellen sie nicht infrage." Statt mit Wut-Bürgern möchte Hassemer es in Berlin lieber mit Mut-Bürgern zu tun haben.

Mit dem Bello-Dialog für ein neues Hundegesetz wurden die fünf Grundsätze der bürgerschaftlichen Mitverantwortung einem ersten Praxistest unterzogen.

Bleibt zu wünschen, dass Volker Hassemer seine Arbeit in der Stiftung noch lange fortsetzen kann.

Mehr Informationen zur Arbeit der Stiftung Zukunft Berlin gibt es im Internet unter www.stiftungzukunftberlin.eu.

Helmut Herold / hh
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