World Press Photo im Bahnhof Friedrichstraße

Das World Press Photo des Jahres: Eine jemenitische Mutter hält ihren verwundeten Sohn in den Armen. (Foto: Samuel Aranda)

Mitte. Vom 12. bis 22. Oktober macht die Wanderausstellung World Press Photo Station im Bahnhof Friedrichstraße.

Die Geschäfte im Bahnhof präsentieren die rund 170 ausgezeichneten Pressefotografien in der Haupthalle. Zu sehen ist eine Auswahl aus 101 254 Fotos, die im Rahmen des 155. World Press Photo Awards 2012 in neun Kategorien eingesendet wurden. Gezeigt werden Bilder aus weltweiten Konfliktgebieten sowie Fotografien zu aktuellen Themen, Porträts, Reportagen, Kultur und Sport. Das World Press Photo des Jahres stammt von dem Spanier Samuel Aranda. Für die New York Times fotografierte er in Sanaa (Jemen) Fatima al-Qaws, die ihren verwundeten Sohn Zayed (18) im Arm hält. Die Jury lobte das Pressefoto des Jahres vor allem für die menschliche, intime Perspektive auf die Geschehnisse des Arabischen Frühlings. Im Oktober 2011 wurde der junge Mann bei Demonstrationen gegen die Herrschaft von Präsident Ali Abdullah Saleh verletzt. Seine Mutter, die sich selbst am Widerstand gegen das Regime beteiligte, fand ihn erst später in einer Moschee, die als Feldlazarett genutzt wurde. In der Kategorie "Natur" gewann der Deutsche Carsten Peter den zweiten Platz. Er überzeugte mit der Bildserie "Infinite Cave", die im Auftrag des National Geographic im Pong Nha-Ke Bang National Park in Vietnam entstand. Dort erkundete Peter die Höhle Hang Son Doong, welche über vier Kilometer lang und 90 Meter breit ist. Sie gilt als die größte Höhle der Welt und könnte einen kompletten New Yorker Straßenblock aus 40-stöckigen Hochhäusern fassen. Erstmals bietet World Press Photo auch eine App zum Download an. Der Eintritt zur Ausstellung im Bahnhof ist frei. Für Schulklassen stehen Informationsmaterialen wie das "Look & Click"-Lernpaket zum Thema Fotojournalismus bereit. World Press Photo ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation mit Sitz in Amsterdam. In diesem Jahr beteiligten sich 5247 Fotografen aus 124 Ländern an dem Wettbewerb.
Dirk Jericho / DJ
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