Sieben Fakten zum Weihnachtsbaum

Die Nordmanntanne ist der Lieblingsbaum der Deutschen an Weihnachten. Sie hat leuchtend grüne Nadeln und hält sich lange. (Foto: Caroline Seidel)
 
Alle Jahre wieder: Weihnachtsbäume werden nach Hause geschleppt, dort aufgehübscht und an Weihnachten bestaunt. (Foto: Andrea Warnecke)

Er gehört zu Weihnachten wie der Hase zu Ostern: Ohne Tanne im Wohnzimmer ist bei vielen das Fest einfach nicht komplett. 90 Prozent aller privaten Haushalte mit mehr als drei Personen stellen einen Weihnachtsbaum auf, so die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Für sie gibt es nun ein paar Fakten.

  • Der typische Weihnachtsbaum ist eine Nordmanntanne: Die meisten Deutschen haben diese Art in ihrem Wohnzimmer. Der Marktanteil liegt laut dem Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger (BWS) bei 75 Prozent. Die Blaufichte kommt auf rund 15 Prozent, die restlichen Anteile verteilen sich auf Nobilistannen, Rotfichten, Kiefern, Douglasien, Kork- und Coloradotannen. Im vergangenen Jahr wurden 24 Millionen Christbäume verkauft. 20 Millionen davon stammten von deutschen Betrieben, der Rest kommt hauptsächlich aus Dänemark.
  • Der Baum hat Blätter: In dem Lied "Oh Tannenbaum" heißt es "wie grün sind deine Blätter". Und das ist richtig. Nadeln zählen botanisch gesehen zu den Blättern. Auch sie betreiben Photosynthese und versorgen die Pflanze so mit Energie, erklärt der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL). Die Blätter haben eine feste Oberhaut und eine Wachsschicht. Das schützt die Bäume vor dem Austrocknen.
  • Der Preis bleibt gleich: Der BWS geht von Preisen auf Vorjahresniveau aus. 2013 kosteten laut Landwirtschaftskammer Niedersachsen Nordmanntannen 16 bis 22,50 Euro, Blaufichten 10 bis 14 Euro pro laufendem Meter. Bei allen weiteren Fichten waren es 5 bis 7 Euro. Am teuersten ist die Nordmanntanne laut SDW, weil sie bis zu 15 Jahre benötigt, um Zimmerhöhe zu erreichen.
  • Nicht jeder Baum duftet: Nadelduft gehört zu Weihnachten wie die Geschenke. Aber ausgerechnet der Lieblingsbaum der Deutschen, die Nordmanntanne, verströmt nichts. Eine typische Waldnote hat die Blaufichte, die Douglasie verströmt den Geruch von Zitronen, die Nobilisfichte den von Orangen. Diesen kann man dem SDW zufolge intensivieren, indem man die Harztaschen am Stamm aufpiekst.
  • Jeder Baum hat seine Besonderheiten: Die Nadeln der Nordmanntanne zum Beispiel stechen nicht und halten sich lange. Die Blaufichte hat starke Äste, daher kann sie gut schweren Baumschmuck und Lichter tragen. Die Kiefer bleibt lange frisch, und die Korea-Tanne ist ein guter Christbaum mit Ballen.
  • Hoher Wasserbedarf: Weihnachtsbäume haben jede Menge Durst. Laut den Erzeugern braucht ein etwa zwei Meter hohes Exemplar bis zu zwei Liter Wasser am Tag. Gerade Fichten reagierten auf Wassermangel und lassen ihre Nadeln schneller fallen, erläutert die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Am besten wird den Bäumen im Ständer normales Leitungswasser ohne sonstige Mittel gegeben. Zwar schade Zucker oder ein Frischhaltemittel im Wasser nicht, aber der Baum bleibe damit auch nicht länger frisch, so die Experten. Steht der Baum vor einer Heizung, vertrocknet er schneller.
  • Der Baum kann noch mehr: Nach den Feiertagen sollte der Baum nicht einfach im Müll landen. Vielmehr lassen sich die Zweige gut als Frostschutz für Pflanzen im Garten nutzen. Selbst spärlich benadelte Zweige können in mehreren Lagen übereinandergestapelt noch die Kälte abhalten.
dpa-Magazin / mag
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